MITTERLEHNER ZU VA-TECH: "DER RICHTIGE SCHRITT ZUM RICHTIGEN ZEITPUNKT"

Post: Unternehmen zuerst börsefähig machen

Wien, 12. Jänner 2005 (ÖVP-PK) Der Kritik mehrerer SPÖ-Vertreter am geplanten Verkauf der 15 Prozent VA-Tech-Anteile durch die ÖIAG an Siemens tritt ÖVP-Wirtschaftssprecher Abg. Reinhold Mitterlehner entgegen: "Der Verkauf zum jetzigen Zeitpunkt ist der richtige Schritt, weil damit allen kurstaktischen Spekulationen ein Ende gesetzt und für das Unternehmen mit Siemens ein operativ finanzstarker Eigentümer agieren wird", so Mitterlehner heute, Mittwoch. ****

Wie schon bei der Privatisierung der VOEST-Alpine-Stahl AG könne die SPÖ offensichtlich der Versuchung nicht widerstehen, angesichts der anstehenden Privatisierung Arbeitsplatzängste schüren zu wollen. "Sowohl das Beispiel VOEST Alpine-Stahl als auch Böhler Uddeholm haben aber gezeigt, dass die Verabschiedung des Staates in den Unternehmen eine dynamische Entwicklung bewirkt hat, die auch am Aktienpreis abzulesen ist. Beispielsweise hat sich der Kurs der Böhler-Aktie seit November 2003 von 46 auf 91 Euro gesteigert", betonte Mitterlehner.

Bezüglich der aktuellen VA-Tech Privatisierung könne von einer "Verscherbelung der Anteile" keine Rede sein. Der Börsekurs des Unternehmens lag in den letzten Monaten im Schnitt immer unter 50 EUR, der jetzige Kurs um die 60 EUR sei eindeutig auf spekulative Vorgänge rund um den angekündigten Verkauf an Siemens zurückzuführen. Bessert Siemens das Angebot (über 55 EUR) nach, profitiere auch die ÖIAG von dem Preis.

Mitterlehner weiter: "Im Unterschied zum Übernahmekonzept vor rund drei Monaten, in dem mit Siemens auf der einen und Kovacs auf der anderen Seite zwei Unternehmensdivisionen geschaffen worden wären, besteht nunmehr die weitgehend garantierte Aussicht auf ein integratives Konzept einschließlich einer Standortgarantie für Weiz für die nächsten 18 Monate. Gerade was den Standort Linz anbelangt, ergeben sich aufgrund der Forschungskompetenz von Siemens und der bestehenden Kapazitäten in Linz enorme Entwicklungsmöglichkeiten für das Unternehmen."

"Insgesamt war die Privatisierungsstrategie richtig. Der Schuldenstand wurde seit dem Jahr 2000 von 6,3 Milliarden auf 700 Millionen reduziert. Der Börsewert der Beteiligungen beträgt Ende 2004 rund 5,8 Milliarden Euro. Das ist rund um eine Milliarde mehr als zum Ausgangszeitpunkt der letzten Etappe des Privatisierungskonzeptes 2000, sodass die Privatisierung insgesamt hinsichtlich Umsatz, Beschäftigung und Gewinne der Unternehmen als Erfolg auf allen Linien zu bezeichnen ist", betont Mitterlehner.

POST: UNTERNEHMEN ZUERST BÖRSEFÄHIG MACHEN

Was die Privatisierung der Post anbelangt, gilt es laut Mitterlehner vorerst, das Unternehmen überhaupt marktfähig zu machen. Das bedeutet, dass die Phase der Umstrukturierung im Filialbereich einmal abgeschlossen sein sollte, bevor man überlege, einen strategischen Partner hereinzunehmen oder einen Börsegang vorzubereiten. "Alle anderen Diskussionen in dieser Phase sind daher angesichts der derzeit nicht gegebenen Börsefähigkeit des Unternehmens nicht mehr als spekulative Beiträge."
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