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Lunacek: Schulden der vom Tsunami betroffenen Länder teilweise streichen

Aufschub der Rückzahlungen nicht ausreichend

Wien (OTS) "Die offenen Schulden der von der Tsunami-Katastrophe betroffenen Länder, sollen teilweise erlassen werden. Ein Aufschub der Rückzahlungen, wie er heute wahrscheinlich von den Gläubigerländern des Pariser Klubs beschlossen werden wird, reicht nicht aus", meint die entwicklungspolitische Sprecherin der Grünen, Ulrike Lunacek. Es muss sichergestellt sein, dass für die Zeit des Moratoriums keine Zinsen berechnet werden. "Ein teilweiser Schuldennachlass soll den Länder über nationale Entwicklungsfonds zugute kommen. Das hat sich schon bei vergangenen Entschuldungsprogrammen bewährt", schlägt Lunacek vor.

Indonesien, dem bereits 1970 die Hälfte aller Schulden erlassen wurde, hat das größte Schuldenproblem. Das Land schuldet alleine Österreich 1,5 Milliarden Euro, die Gesamtschulden betragen 140 Milliarden Euro. Die indonesischer Regierung selbst will über eine Umschuldung verhandeln. Gefürchtet wird aber eine Anbindung an ein Anpassungsprogramm des Internationalen Währungsfonds, mit dem man bereits während der Asienkrise Ende der 90er Jahre schlechte Erfahrungen gemacht hat.

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