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Strache: Bedeutung von Parteimitgliedschaft ernst nehmen

~ Gleichgültigkeit gegenüber Gastauftritten und Privilegienskandalen ist falsches Signal ~

Wien (OTS) - Toleranz sei grundsätzlich eine lobenswerte Sache. Solange zumindest, wie die entgegengebrachte Gutmütigkeit keine Einbahnstraße sei und man sich nicht dem Vorwurf aussetzen müsse, sich zum Dank für die geübte Toleranz auch noch auf der Nase herumtanzen zu lassen, meinte heute der stellvertretende FPÖ-Bundesparteiobmann Heinz-Christian Strache im Zusammenhang mit dem Auftritt von Susanne Riess-Passer beim Neujahrsauftakt der ÖVP und der Malediven- und Flugaffäre von Finanzminister Grasser.

"Was Frau Riess-Passer und Herr Grasser als Privatpersonen machen ist eine Sache ihres Gewissens. Wenn sie aber als Parteimitglieder bzw. selbsternannte ruhende Parteimitglieder der FPÖ und Minister Signale wie einen Auftritt als quasi-Teammitglied der ÖVP-Spitze setzen oder sich zunehmend als Privilegien-Saulus hervortun, sind das schlicht und einfach Provokationen, die man nicht unbeantwortet lassen darf", so Strache.

Riess-Passer und andere so genannte Freiheitliche hätten mit ihrem Absprung im Jahr 2002 der ÖVP erst die freiheitliche Achillesferse entblößt und den Wahlkampfturbo für Schüssel gezündet. Eigentlich wäre daher die Mitgliedschaft in der FPÖ bereits ab diesem Zeitpunkt auch schon formal obsolet gewesen, so Strache. "Die FPÖ ist heute zwar bei weitem nicht mehr so stark, wie in der Vergangenheit. Sie ist deshalb aber trotzdem kein Masochistenverein, der tatenlos zusieht, wenn am Status der Mitgliedschaft, der vielen Freunden unserer Gesinnungsgemeinschaft gerade in schweren Zeiten wichtig ist, mit Füssen herumgetrampelt wird. Das ist am Jahresbeginn das falsche Signal mit der falschen Symbolwirkung", meinte Strache.

Strache schlug vor, im Interesse der Partei in dieser Frage ein- für allemal für klare Verhältnisse zu sorgen und formal das zu vollziehen, was der Sache nach ohnehin schon geschehen sei. "Wenn schon Frau Riess-Passer in mehr als zwei Jahren nicht genug Anstand dafür aufbringt, von sich aus die Parteimitgliedschaft zurückzulegen, und wenn Grasser es nicht schafft, sein schlampiges Verhältnis von sich aus zu klären, dann muss eben umgekehrt die Partei handeln. Mit ihrem Verhalten haben ja beide einmal mehr dokumentiert, wohin sie gehören und wohin nicht. Der Toleranzbogen ist aus meiner Sicht jedenfalls überspannt", schloss Strache. (Schluß) nnnn

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