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"Lehre und Matura": Eine Berufsqualifikation mit Zukunft

Bundessparte Tourismus und Freizeitwirtschaft verstärkt Information - Wachstumsbranche mit Arbeitssicherheit und Aufstiegschancen

Wien (PWK016) - Während die Zahl der Lehrstellensuchenden generell steigt, herrscht im Tourismus weiterhin ein Überangebot an offenen Lehrstellen. Die Tourismuswirtschaft hat daher einen neuen Anlauf gestartet, um für die "Lehre im Tourismus" zu werben. Besonders aufmerksam machen möchten die Verantwortlichen auf die vielleicht noch zu wenig bekannte Qualifikation "Lehre und Matura".

Seit 1997 besteht die Möglichkeit, sich parallel zur Lehrlingsausbildung auf die Berufsmatura vorzubereiten. Diese Ausbildungskombination eröffnet eine Reihe von zusätzlichen Qualifikationsvorteilen. "Der Ausbildungsweg Lehre und Matura ist als Alternative zu einer berufsbildenden mittleren und höheren Schule speziell für praxisorientiert Lernende interessant", stellte der Regierungsbeauftragte für Jugendbeschäftigung und Lehrlingsausbildung, Komm.Rat Egon Blum, Dienstag Abend im Rahmen der traditionellen "Neujahrspressekonferenz" der Bundessparte Tourismus und Freizeitwirtschaft fest. Bundesspartenobmann Komm.Rat Hans Schenner und Spartengeschäftsführerin Dr. Petra Stolba legten dabei einen Argumente-Katalog zur "Lehre im Tourismus" vor.

Wie Blum ankündigte, wird bis zum März eine bundesweite Informationskampagne zur Propagierung der "Lehre und Matura" anlaufen. Diese Kampagne - die in Vorarlberg bereits gestartet ist -steht unter dem Motto "Lehre und Matura: Ja, das gibt es!". Die Kosten für die Aktion bezifferte Blum auf Anfrage mit 150.000 bis 200.000 Euro.

Im Jahr 2003 (die Zahlen aus 2004 sind leider noch nicht verfügbar) ließen sich 13.330 junge Menschen in einer Lehre im Tourismus ausbilden. Gegenüber dem Jahr zuvor bedeutet dies ein Plus von 3,2 Prozent (412 Lehrlinge), womit der Wirtschaftszweig Tourismus die stärkste Zunahme innerhalb der Gesamtwirtschaft verzeichnete. Bei den neu eingelangten Lehrverträgen erreichte der Tourismus mit 4.696 Neuabschlüssen neben dem Transportwesen den zweiten Platz.

Der absolute Renner ist mit einer Zunahme von zuletzt 14,2 Prozent die Ausbildung zum Koch. "Dies bestätigt den hohen Stellenwert dieses Berufes in der Gesellschaft und die guten Verdienstmöglichkeiten", stellte Blum fest. Schenner erinnerte daran, dass bei den Berufsweltmeisterschaften 2003 die österreichischen Lehrlinge abermals sensationell abschnitten. Sie belegten nicht nur bei den Köchen, sondern auch in der Nationenwertung den dritten Platz, "was unseren Absolventen ein breites Spektrum an Berufsmöglichkeiten im In- und Ausland eröffnet".

Bei den Mädchen rangieren Restaurantfachfrau und Köchin unter den "Top 10" der am häufigsten gewählten Lehrberufe. Die Tourismus-Lehrberufe liegen hinter dem Einzelhandel insgesamt auf Platz zwei, noch vor dem "Klassiker" Friseurin. Bei den Burschen liegt der Lehrberuf Koch auf Platz sieben. Und in den Freizeitbetrieben bestätigt sich der Lehrberuf "Fitnessbetreuer". Mit einem Plus von 6,1 Prozent brachte es dieser attraktive Lehrberuf im Jahr 2003 bereits auf 157 Lehrlinge, Tendenz weiter kräftig steigend. (hp)

Rückfragen & Kontakt:

Wirtschaftskammer Österreich
Bundessparte Tourismus und Freizeitwirtschaft
Dr. Petra Stolba
Tel.: (++43) 0590 900-3567
petra.stolba@wko.at
http://wko.at/bstf

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