Brettenthaler zu Chefarztpflicht: "Ärztliche Forderungen jetzt erfüllt"

Gespräch bei Rauch-Kallat für Ärzte erfolgreich - Ärztechef begrüßt ministerielle Empfehlung an Hauptverband

Wien (OTS) - Der Präsident der Österreichischen Ärztekammer (ÖÄK), Dr. Reiner Brettenthaler, sieht nach einem Gespräch mit Gesundheitsministerin Maria Rauch-Kallat die wesentlichen Forderungen der österreichischen Ärzteschaft bezüglich der Neuregelung der Chefarztpflicht erfüllt. "Die Ministerin ist auf die Kritikpunkte und Änderungswünsche, die wir an sie herangetragen haben, eingegangen und hat dem Hauptverband dringend empfohlen, den unübersichtlichen Erstattungskodex praxisgerecht zu adaptieren und die Dokumentationsformalitäten auf ein Minimum zu reduzieren", erklärte Brettenthaler in einer Aussendung am Dienstag abend.

Brettenthaler forderte im Gespräch mit der Ministerin insbesondere Folgendes:

- Praxisgerechte Neugestaltung des Erstattungskodex zusammen mit der Ärztekammer und der Apothekerkammer. Bei dokumentationspflichtigen Medikamenten sollen vergleichbare Präparate aus dem frei verschreibbaren Bereich sowie unter Anderem Preis, Indikationsgruppe und Packungsgröße angeführt werden.

- Gewährleistung, dass Therapien, die vor Jahreswechsel begonnen wurden, auch unter den neuen Bedingungen fortgeführt werden können.

- In Zukunft sollen auch Großpackungen weiter abgegeben werden können, z.B. für chronisch Kranke, die einer Dauermedikation bedürfen. Das heißt, die Packungsgröße muss dem tatsächlichen Bedarf des Patienten entsprechen.

- Die Dokumentation soll in Hinkunft auf das notwendige Mindestmaß beschränkt bleiben. Dabei sollen die Daten einer geordneten Patientenkartei für die Dokumentation ausreichen.

- Bis Mitte des Jahres soll ein neuer Erstattungskodex in digitalisierter Form vorliegen.

- Für die ersten drei Monate des laufenden Jahres wird von den ursprünglich vorgesehenen Sanktionen abzusehen sein - mit Option auf Verlängerung des sanktionsfreien Zeitraumes, wenn bis dahin keine gemeinsame Lösung gefunden wurde.

Brettenthaler: "Auf diesem Weg kommen wir zu einer praktikablen Lösung, mit der alle Beteiligten leben können. Der Hauptverband ist daher auch von unserer Seite dringend aufgefordert, der ministeriellen Empfehlung so rasch als möglich nachzukommen."

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