GEHRER: BERUFSREIFEPRÜFUNG SOLL IN EUROPÄISCHEN GREMIEN ANERKENNUNG FINDEN

Bericht des Fachhochschulrates und des Akkreditierungsrates heute im Wissenschaftsausschuss

Wien, 11. Jänner 2004 (ÖVP-PK) Mir geht es darum, dass die Berufsreifeprüfung in europäischen Gremien Anerkennung findet. Das stellte heute, Dienstag, Bildungsministerin Elisabeth Gehrer im Ausschuss für Wissenschaft und Forschung fest. Deshalb finde derzeit auch eine intensive Diskussion mit der deutschen Kultusministerkonferenz statt, damit diese die österreichische Berufsreifeprüfung akzeptiert. ****

Thema im heutigen Ausschuss ist unter anderem der Bericht des Fachhochschulrates über dessen Tätigkeit im Jahr 2003. Die österreichischen Fachhochschulen haben sich gut entwickelt und exzellent im tertiären Ausbildungsbereich positioniert. Die Ausbildung der FH-Studierenden wird am Arbeitsmarkt sehr geschätzt und ist anerkannt, was zu einer großen Nachfrage bei den Anbietern (2,4 Bewerber pro Studienplatz) geführt hat. Im Wintersemester 2004 konnte die Rekordzahl von 23.480 Studierenden erreicht werden. Das sind um 2.889 oder 14 Prozent mehr als im Vorjahr. Mit 7.540 Studienanfängerinnen und -anfängern haben heuer um 417 Studierende oder um knapp 5,9 Prozent mehr als im Vorjahr ein Studium an einer Fachhochschule begonnen. Insgesamt werden nun 136 Studiengänge an 19 Standorten geführt. In den letzten zehn Jahren haben mehr als 13.000 Frauen und Männer ein FH-Studium absolviert. Auch der Anteil an weiblichen Studierenden steigt kontinuierlich: Im Studienjahr 2004/05 sind bereits 40 Prozent der Studierenden Frauen. 1994/95 waren es erst 25 Prozent. Für 2005 werden für die Fachhochschulen 151.596 Millionen Euro zur Verfügung gestellt. Das ist ein Plus von rund 45 Millionen Euro im Vergleich zum Bundesvoranschlag 2004. Die aktuelle Absolventenstudie (Bildungsmonitoring 2004) zeigt, dass fast 90 Prozent aller Absolventinnen und Absolventen innerhalb kürzester Zeit eine passende Beschäftigung finden.

Ebenfalls auf der heutigen Tagesordnung des Ausschusses steht der Bericht des Akkreditierungsrates über das Jahr 2003: Ende 2003 waren insgesamt sechs Privatuniversitäten mit 37 Studienprogrammen in Österreich akkreditiert. Knapp 1400 Studierende waren an den Privatuniversitäten zugelassen, das ist weniger als ein Prozent aller Studierenden im tertiären Sektor. Ende 2004 gibt es neun Privatuniversitäten mit 82 Studienprogrammen und etwa 2.500 Studierenden. Die starke internationale Position des Akkreditierungsrates (AkkR) zeige sich zum einen in der Orientierung an europäischen Standards und der aktiven Mitgestaltung dieser, zum anderen am Beitritt zu Qualitätssicherungsnetzwerken und an der engen Kooperation der Qualitätssicherungseinrichtungen in Österreich, Deutschland und der Schweiz (DACH).
(Schuss)

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