Neujahrsempfang des Konsularischen Korps

LH Sausgruber: Im Zeichen der Flutkatastrophe - Aufbruch in eine neue Zeit "Jubiläumsjahr 2005"

Bregenz (VLK) - Das Land Vorarlberg lud heute, Dienstag, das Konsularische Korps zum traditionellen Neujahrsempfang. Landeshauptmann Herbert Sausgruber hob dabei die Bedeutung der Konsuln für den Abbau kultureller und konfessioneller Grenzen hervor und bat sie, "sich auch weiterhin für dieses Ziel einzusetzen." Der diesjährige Jahreswechsel stand ganz im Zeichen der Naturkatastrophe vom 26. Dezember. "Unsere Gedanken sind bei den Angehörigen der Vermissten, aber auch bei der schwer betroffenen Bevölkerung in den Katastrophengebieten", betonte Sausgruber.

Anlässlich des Neujahrsempfanges ging Sausgruber auch auf das Jubiläumsjahr 2005 ein, "das an den beinahe unglaublichen Aufbruch in eine neue Zeit erinnern soll", wie es Landeshauptmann Sausgruber ausdrückte. Sausgruber: "Wir dürfen 2005 mehrere erfreuliche Jubiläen feiern - die Befreiung von der nationalsozialistischen Diktatur, die Wiedergründung des Landes Vorarlberg und der Republik Österreich 1945 ist eines davon. Weitere Jubiläen sind der Staatsvertrag von 1955, mit dem Österreich seine volle völkerrechtliche Souveränität wiedererlangte, und der Beitritt Österreichs zur Europäischen Union 1995. Auch der Geburtstag unseres ersten Landeshauptmanns nach 1945, Ulrich Ilg, jährt sich zum 100. mal. Er war ganz entscheidend am Wiederaufbau des Landes Vorarlberg nach den Wirren des Zweiten Weltkriegs beteiligt", betonte Sausgruber. Und Sausgruber weiter:
"Ohne die Schattenseiten zu vergessen, wollen wir uns an den beinahe unglaublichen Aufbruch in eine neue Zeit erinnern. Lassen wir uns im Jubiläumsjahr von diesem Aufbruchwillen, vom Optimismus der Aufbauzeit anstecken!"

Historische Notizen zur Wiedergründung Vorarlbergs

Der Historiker Ulrich Nachbaur vom Vorarlberger Landesarchiv in Bregenz erinnerte anschließend mit einigen historischen Notizen an die Wiedergründung und den Wiederaufbau des Landes Vorarlberg. Dabei waren, laut Nachbaur, zwei Umstände besonders bedeutend: Bereits am 24. Mai 1945 konnte sich mit Ermächtigung des kommandierenden Generals unter der Führung von Ulrich Ilg ein Vorarlberger Landesaussschuss als provisorische oberste Behörde der zivilen Verwaltung des Landes mit dem Sitz in Feldkirch konstituieren. "Damit wurde das Land Vorarlberg mit französicher Ermächtigung wieder begründet, völlig unabhängig von Wien".

Vorarlberg war außerdem, so Nachbaur, sehr begünstigt durch seine Grenzlage zur Schweiz und zu Liechtenstein sowie mit den Franzosen als Besatzungsmacht, die "den demokratischen, wirtschaftlichen und kulturellen Wiederaufbau nach Kräften gefördert haben". Die Franzosen verzichteten auf größere Industriedemontagen, der amerikanische Marshallplan war ein Segen und noch mehr ein Clearingabkommen mit der Schweiz. Das waren wichtige Grundlagen für das folgende Wirtschaftswunder, das die Integration Zehntausender Menschen ermöglichte, die im so genannten goldenen Westen ihr Glück suchten. Mit den Worten "die Zweite Republik wurde zu einer ungeahnten Erfolgsgeschichte, wir hatten unglaubliches Glück. Der Hergott hat es wirklich gut gemeint mit Österreich", schloss Ulrich Nachbaur sein Statement.

41 Konsulate in Vorarlberg

Für Vorarlberg sind derzeit 41 Konsulate eingerichtet. 15 davon haben ihren Sitz in Vorarlberg. Folgende konsularischen Vertretungen nahmen am Empfang teil: Generalkonsul Jurcek Zmauc (Slowenien) mit Konsul Gregor Jovan, Generalkonsul Aydin Nurhan (Türkei) mit Konsul Nuray Inöntepe, Generalkonsul Giovanni Pedrazzoli mit Honorarkonsulin Christina Johler (Italien), Generalkonsul Alexander Shcherbakov (Russische Föderation); die Honorargeneralkonsuln Helmut Lerch (Senegal), Anwer Azeem Ahmed (Pakistan) und Catharina Pappas (Griechenland), die Honorarkonsuln Peter Fitz (Thailand), Dieter Fuchshuber (Chile), Hanno Hämmerle (Schweden), Artur Doppelmayr (Finnland), Markus Purtscher (Dänemark), Walter-Heinz Rhomberg (Deutschland), Vinzenz Nemes (Ungarn), Hubert Gähwiler (Schweiz), Olav Kerp (Bolivien), Egon Geiger (Ruanda), Ernst Wunderbaldinger (Portugal), Friedemann Bachleitner-Hofmann (Rumänien), Erhard Ferstl (Panama), Michael Doppelmayr (Norwegen), Albert Ruetz (Spanien), Hans Pöll (Albanien), Manfred Rützler (Jordanien) und Wolgang Meixner (Kap Verde); die Vizehonorarkonsuln Karl-Heinz Kolb (Malta) und Hans-Jörg Vogl (Tschechien).

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