Grüne/Moser: Post-Börsenschacher gefährdet Versorgungssicherheit

Von Börsegang der Post ist derzeit abzuraten - Gorbach ist gefordert

Wien (OTS) "Durch die Liberalisierungspolitik der EU ist der gesamteuropäische Postmarkt im Umbruch. Deshalb gilt es in Österreich vorrangig, die Versorgung der Bevölkerung mit Postdienstleistungen in allen Regionen zu gleichen Preisen zu garantieren", fordert die KonsumentInnensprecherin der Grünen, Gabriela Moser.

Eine Reform der Universaldienst-Verordnung und ein neues Postgesetz müsse daher die vorrangige Aufgabe der Bundesregierung sein. Die Diskussion über einen Börsegang der Post-AG als Umsetzung des Privatisierungsauftrags der Bundesregierung erhöhe den innerbetrieblichen Rationalisierungsdruck innerhalb der Post-AG. Die Schließung aller unrentablen Postämter - immerhin noch über 1000 -sei damit nur mehr eine Frage von Monaten. "Minister Gorbach ist die Steuerung der Postinfrastruktur-Agenden schon längst entglitten. Wiederholt hat der Vizekanzler vor dem Finanzminister kapituliert. Er muss endlich seine ureigensten Hausaufgaben machen, das heisst, für klare Rahmenbedingungen für die Postversorgung zu sorgen und regierungsintern das übereilte Privatisierungsvorhaben zu verhindern. Von einem Börsegang der Post ist angesichts der laufenden VA-Tech-Blamage dringend abzuraten. Börsegänge zur Stopfung von Budgetlöchern schaden den ÖsterreicherInnen mittel- und langfristig erheblich", schließt Moser.

Rückfragen & Kontakt:

Pressebüro der Grünen 0043+1-40110-6697

OTS-ORIGINALTEXT UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS | FMB0004