Hilfswerk-Präsident Othmar Karas fordert: Katastrophen nicht gegeneinander ausspielen!

Die Spendenabsetzbarkeit wird seit Jahren von Politikern versprochen, aber nie eingeführt

Wien (OTS) - "Die Äußerungen von Finanzminister Grasser vor dem heutigen Ministerrat müssen widersprochen werden", sagte Hilfswerk Präsident Othmar Karas. "Dass Spenden in der Vergangenheit - wie etwa bei den Überschwemmungen in Österreich - nicht absetzbar waren, ist kein Argument gegen die Einführung der Spendenabsetzbarkeit, sondern ein Versäumnis, auf das man nicht stolz sein kann. Der vom Finanzminister gemachte Vergleich ist ein Versuch Katastrophen und betroffene Menschen gegeneinander auszuspielen und daher entschieden abzulehnen!", so Karas weiter. "Der vom Finanzminister behauptete Budgetausfall von Euro 100 Millionen sei zudem viel zu hoch. Das IHS habe Euro 48,8 Millionen errechnet, wobei der zu erwartete Wohlfahrtsgewinn die Kosten kompensiere.

"Die Absetzbarkeit von Spenden von der Steuer wäre kein Anlassgesetz, wie jetzt offenbar suggeriert wird, sondern das Einlösen eines Versprechens, das Vertreter aller politischen Parteien seit Jahren immer wieder geben, aber nie gehalten haben. Wir werden daher nicht locker lassen, bis die Spendenabsetzbarkeit auch in Österreich Realität wird und wir nicht mehr das Schlusslicht Europas sind.", so Karas abschließend.

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