Neue Bildungszertifizierung steht für Unternehmungen aller Branchen offen

Heimische IT-Branche mit Vorreiterrolle: Bildungszertifizierung erstmals im IT-Kollektivvertrag verankert - Michal: "Bildungszertifizierung für alle Unternehmen möglich"

Wien (PWK015) - "Wir stellen mit der Bildungszertifizierung eine sozialpartnerschaftliche Aktion vor, die langfristig positive Auswirkungen auf die Wettbewerbsfähigkeit der österreichischen Wirtschaft haben könnte, ohne dabei auf staatliche Regulierungen oder Steuergelder zu setzen", erklärte Paul Michal, Obmann der Berufsgruppen der Informationstechnologen im Fachverband Unternehmensberatung und Informationstechnologie (UBIT) der Wirtschaftskammer Österreich heute, Dienstag, vor der Presse. Um den besonderen Stellenwert der ständigen fachlichen und persönlichen Aus-und Weiterbildung von Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmern zu unterstreichen, haben der WKÖ-Fachverband UBIT und die Gewerkschaft der Privatangestellten (GPA) das Bildungszertifikat entwickelt. "Die Bildungszertifizierung holt jene Unternehmen mit transparenten Aus-und Weiterbildungsmaßnahmen für deren Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter vor den Vorhang", freut sich Karl Proyer, der Leiter des Geschäftsbereiches Interessenvertretung der GPA, über das sozialpartnerschaftlich ausgearbeitete Modell. "Die Bildungszertifizierung stellt sicher, dass Aus- und Weiterbildung in dem Betrieb, wo ich arbeite, in geordneter Form ablaufen", ergänzt Susanne Sucher, Vorsitzende des Wirtschaftsbereiches Kommunikation der GPA.

Das Bildungszertifikat ist österreichweit gültig und dokumentiert die Bereitschaft der Unternehmen und der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, eine aktive Rolle im Prozess des lebensbegleitenden Lernens verantwortungsvoll wahrzunehmen. Die Erlangung des Bildungszertifikats ist selbstverständlich freiwillig. Sie wird für Unternehmen, die eine entsprechende Größe und Personalentwicklung aufweisen, empfohlen. Um das Zertifikat für Bildung zu bekommen, müssen klar definierte Anforderungen erfüllt sein. "Die Bildungsstrategie und Teilnahmen an Qualifizierungsmaßnahmen werden dokumentiert und evaluiert", präzisiert Johann Steszgal, Bildungssprecher des Fachverbandes Unternehmensberatung und Informationstechnologie und burgenländische Fachgruppenobmann. Die Zertifizierung erfolgt durch incite (institute for management consultants and information technology experts), das Weiterbildungsinstitution des Fachverbandes Unternehmensberatung und Informationstechnologie der WKÖ.

"Wir freuen uns, dass die IT-Branche diesbezüglich eine Vorreiterrolle inne hat. Grundsätzlich steht die Bildungszertifizierung aber Unternehmungen aller Branchen zur Verfügung", unterstreicht UBIT-Vertreter Michal. Er hält auch fest, dass die Mitgliedsbetriebe des Fachverbandes UBIT schon heute im Durchschnitt um die Hälfte mehr Mittel in die Mitarbeiter-Ausbildung investieren als andere Branchen. Das geht aus einer Erhebung der "KMU Forschung Austria" hervor.

Details zur Bildungszertifizierung, dem Modell mit Vorbildwirkung für alle Wirtschaftszweige, stehen in Kürze auf einer eigenen Homepage mit der Adresse www.bildungszertifizierung.at zur Verfügung. (JR)

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