Scharer zu Tsunami-Katastrophe: Krisenerfahrungen von der Regierung ausgeblendet

Wien (SK) Im heutigen Innenausschuss wird SPÖ-Abgeordnete Erika Scharer die Umgangsweise der Regierung mit den Betroffenen der Flutkatastrophe in Südostasien zur Sprache bringen. Größte Kritik übt Scharer an der Krisenhandhabe in den ersten Stunden, wo vor allem Betroffene vor Ort, Angehörige und der Botschafter völlig im Stich gelassen wurden. ****

"Das langsame Handeln der Regierung lässt auf fehlende Krisenmanagementpläne schließen", so Scharer am Dienstag gegenüber dem Pressedienst der SPÖ. Auf Unverständnis stößt hier vor allem, dass krisenerfahrene Gruppen wie das Rote Kreuz, Feuerwehr, die Sicherheitseinsatzkräfte sowie das Bundesheer im Informationsfluss und im menschenwürdigen Umgang mit den Betroffenen und Angehörigen nicht sofort von der Regierung herangezogen wurden.

"Es zeigt sich, dass diese Bundesregierung aus Unglücken im eigenen Land wie der Brandkatastrophe in Kaprun keine Lehren gezogen hat", setzt die Sozialdemokratin fort und betont vor allem das Fehlen des "Gespürs" für die Angehörigen und Betroffenen.

"Diese hätten einer sofortigen, besonderen Betreuung bedurft und sind vor allem auch nach Abklingen der medialen Präsenz der Tsunami-Katastrophe zu betreuen, um die tragischen Ereignisse verarbeiten zu können", sieht Scharer die Notwendigkeit der richtigen Betreuung der Angehörigen und Betroffenen und fordert die Bundesregierung auf, Krisenmanagementpläne in sämtlichen Bereichen zu überarbeiten und konkrete Maßnahmen betreffend Informationsfluss, Kommunikationsregeln und rascher Hilfeleistungen zu integrieren. Die vom Unglück betroffenen Menschen müssen im Vordergrund stehen. (Schluss) cs/mp

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