KfV ERWARTET GESETZESNOVELLE FÜR FAHREN MIT LICHT AM TAG

KfV fordert verpflichtendes Fahren mit Licht am Tag außerorts während der Winterzeit - Neue KfV-Lichterhebungen zeigen Akzeptanz in der Bevölkerung

Wien (OTS) - Viele Neujahrsvorsätze sind ziemlich schnell Geschichte. Nicht so hoffentlich bei Verkehrsminister Hubert Gorbach:
Anfang Jänner hatte er sich neuerlich für ein verpflichtendes Fahren mit Licht am Tag auf Österreichs Straßen ausgesprochen und angekündigt, eine Novelle des Kraftfahrgesetzes (KFG) bis Februar 2005 in Begutachtung zu schicken. "Nachdem wir bereits seit fast 20 Jahren für die Einführung dieser Verkehrssicherheitsmaßnahme kämpfen, sind wir zuversichtlich, dass dieses Versprechen nicht ins Reich der Legenden verbannt wird", verleiht Dr. Othmar Thann, Direktor des Kuratorium für Verkehrssicherheit (KfV), seinen Erwartungen für das Jahr 2005 Ausdruck.

Unfallbilanz 2004: 30 Tote weniger wären machbar gewesen - mit Licht am Tag

Neben der Unterstützung aus den Reihen der Politik sowie von anderen Verbänden spricht auch die jüngst publizierte vorläufige Unfallstatistik 2004 eine klare Sprache: 876 Personen wurden demnach letztes Jahr im Verkehr getötet - 121 mehr als dem Soll laut Verkehrssicherheitsprogramm entsprechen würde. Demzufolge soll die Zahl der im Straßenverkehr Getöteten bis zum Jahr 2010 unter 500 gesenkt werden. Für 2004 hätte das bedeutet: maximal 755 Tote. "Wir wären diesem Ziel schon ein gutes Stück näher, wenn das Fahren mit Licht am Tag im Winter außerorts gesetzlich verankert wäre. 2005 muss das endlich geschehen!", fordert Thann mit Blick auf die 30 Menschenleben, die durch diese Sicherheitsmaßnahme jährlich gerettet werden könnten. Auch die Erfahrungen aus anderen Ländern zeigen eindeutig, dass Fahren mit Licht am Tag positive Auswirkungen auf die Unfallbilanz hat.

Neue KfV-Lichterhebungen: Akzeptanz in der Bevölkerung steigt weiter

Der erneute Vorstoß zur gesetzlichen Verankerung von Licht am Tag wird außerdem getragen von neuen Erhebungen, die im Laufe des Jahres 2004 vom KfV durchgeführt wurden. Demnach fahren bereits mehr als die Hälfte der Pkw auch am Tag mit Licht (52%), was gegenüber 2003 einer Steigerung von 15 Prozentpunkten entspricht. Auf Autobahnen schalten bereits 63 Prozent der Lenker das Abblendlicht ein (2003: 49%). Bei Schönwetter sind mittlerweile 40 Prozent der Pkw mit Licht unterwegs (2003: 29%), bei Regen sind es 84 Prozent (2003: 82%), bei Nebel 90 Prozent (2004 erstmals erhoben). "Bemerkenswert ist, dass in den letzten Jahren keine groß angelegte Werbekampagne für Fahren mit Licht am Tag durchgeführt wurde. Die stetig steigende Akzeptanz ist also in der Erkenntnis der Autofahrer zu suchen, dass Fahrzeuge, die auch am Tag die Scheinwerfer einschalten, einfach früher wahrgenommen werden. Trotzdem: Noch immer ist jeder sechste Pkw bei Regen ohne Licht unterwegs und gefährdet sich und andere durch die schlechten Sichtverhältnisse", so Thann.

Forderung des KfV: noch 2005 Gesetzesnovelle für Fahren mit Licht am Tag

Bereits 2002 wurde durch die Bundesregierung im Verkehrssicherheitsprogramm eine Benutzungsvorschrift von Licht am Tag außerorts in der Winterzeit festgeschrieben. Drei Jahre und rund 90 Tote später ist es an der Zeit, die letzten Widerstände zu überwinden und endlich eine Gesetzesnovelle durchzusetzen. Gerade jetzt - im Winter - können selbst Laien erkennen, dass Autos mit Licht am Tag wesentlich früher erkennbar sind und damit einen entscheidenden Beitrag zur Verkehrssicherheit leisten. "Wer alle Argumente prüft, erkennt, dass Licht am Tag eine Maßnahme ist, die nur Vorteile bringt, sowohl menschlich als auch volkswirtschaftlich. Rational steht einer Benutzungsvorschrift also nichts mehr im Wege", resümiert Thann.

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Wien, 11.01.2005

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