Moser zu ÖIAG-Aufsichtsratsbeschluss: Zerschlagung der VA Tech beginnt jetzt

Wien (SK) "Nachdem die ÖIAG-Organe heute in ihrer Aufsichtsratssitzung grünes Licht für den Verkauf der ÖIAG-Anteile am größten österreichischen Technologiekonzern VA Tech gegeben haben, wird nun mit der Zerschlagung des Konzerns begonnen", sagte SPÖ-Wirtschaftssprecher Johann Moser Montag gegenüber dem SPÖ-Pressedienst. Wie angekündigt wird Moser den Rechnungshof zur Prüfung der Causa aufrufen: "Der Brief liegt schon in der Schublade. Denn mit dem Verkauf wird massiv gegen das ÖIAG-Gesetz und gegen den vorliegenden Regierungsauftrag verstoßen." ****

Durch einen Verkauf der VA Tech werde nämlich entgegen dem Regierungsauftrag die Einheit des Unternehmens nicht gesichert, sondern es drohe die Filettierung, so Moser. Weiters sei die Konzernzentrale in Österreich nicht gesichert, sondern wird aufgelöst werden. Der österreichische Kernaktionär sei nicht erkennbar. Vielmehr werde die VA Tech zu einer verlängerten Werkbank Deutschlands. Der heimische Kapitalmarkt werde nicht gestärkt, sondern die Wiener Börse verliert mit der VA Tech ein weiteres wichtiges Unternehmen. Der Arbeitsmarkt werde auch nicht gestärkt, sondern es ist absehbar, dass Tausende Arbeitsplätze in Gefahr sind, unterstrich der SPÖ-Wirtschaftssprecher.

Moser skizzierte wie es mit dem Tranchieren der VA Tech weitergehen werde: "Die ÖIAG verkauft ihre Anteile an der VA Tech an Siemens. Am 17. Jänner 2005 werden in der VA Tech-Hauptversammlung die Statuten geändert. Damit kann die VA Tech zerstückelt werden. Im nächsten Schritt kommt es zu einem Austausch der Vorstände und die VA Tech verschwindet von der Börse. Die VA Tech wird anschließend filettiert und zerschlagen. Es kommt zu Standortschließungen und Tausende Mitarbeiter verlieren ihren Arbeitsplatz. Schlussendlich fließen die Gewinne, die Patente und die Technologie ins Ausland." (Schluss) ns

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