Land der Zukunft 4: Schüssel: Vom blinden Fortschritt zur bewussten Entwicklung

ÖVP-Jahresauftakt als "Feuerwerk an Analysen und Ideen"

Graz, 10. Jänner 2005 (ÖVP-PD) Als "Feuerwerk an Analysen und Ideen" bezeichnete ÖVP-Bundesparteiobmann Bundeskanzler Dr. Wolfgang Schüssel heute, Montag, die fast vierstündige, intensive Diskussion über die Zukunft Österreichs mit Experten aus den Bereichen Politik, Wirtschaft, Wissenschaft, Philosophie, Religion, Kunst und Kultur. Zum Abschluss des ÖVP-Jahresauftakts "Land der Zukunft" im Grazer Kunsthaus ging er noch einmal auf die wichtigsten Impulse dieses "Nachdenkvormittags" ein. "Vom blinden Fortschritt zur bewussten Entwicklung" so das Motto für die politische Arbeit im Jahr 2005 und der Zukunft, betonte Schüssel. ****

Die Flutkatastrophe in Südost-Asien habe gezeigt, dass man keine letzten Garantien geben könne und man sich auch in Zukunft auf Unvorhergesehenes einstellen müsse. Schüssel hielt fest, dass in einer so schrecklichen Situation nicht alles perfekt funktionieren könne, bat aber auch um Verständnis dafür, dass "wir als Politiker nicht die Projektionsfläche für alles und jeden sein können. Ich kann das nicht, und niemand anderer kann das, angesichts begrenzter Mittel und Ressourcen."

Als weiteren wichtigen Punkt erwähnte der Bundeskanzler einen "gewissen Realismus", den man in der Politik vermitteln müsse. "Wir müssen Verantwortung übernehmen, tragen und zuteilen, aber auch Vertrauen geben und ausstrahlen."

Schüssel ging in seinem Abschluss-Statement auch auf die "neue Generation" ein, deren Aufgabe es sein werde, in Zukunft neue Bindungen zu schaffen. "Wir müssen mit Leidenschaft an diesen Netzwerken arbeiten und diese wollen auch gelebt und gepflegt werden", so der Bundeskanzler. In Zukunft werde es aber auch extrem wichtig sein, Bilder und Vorbilder im Kopf zu haben. Viele Bilder die man im Kopf habe, seien jedoch Standbilder, die es zu "beleben" gelte. "Visionen müssen bewegte Bilder sein, die uns auch bewegen."

Als "Währung des 21. Jahrhunderts" bezeichnete Schüssel die Aufmerksamkeit. In Zukunft spiele man eine Rolle, wenn man etwas anzubieten habe und Aufmerksamkeit wecken könne. Gerade ein kleines Land wie Österreich müsse den Mut zu einer gewissen Größe, zum Auffallen, haben. "Wir müssen uns etwas zutrauen, dann gelingt es auch. Gemeinsam können wir viel bewegen und Aufmerksamkeit schaffen", sagte Schüssel abschließend.

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