Lkw-Maut in Deutschland verteuert Transportkosten

Bollmann: Kostendruck auf die Güterbeförderer nimmt weiter zu

Wien (PWK013) - Bisher reibungslos verlief die Einführung der Maut in Deutschland. Ein Engpass könnte allerdings in den nächsten Tagen bevorstehen, wenn die Firmen wieder ihre Arbeit aufnehmen und damit Transportleistungen nachfragen. In Deutschland waren mit Jahresende ca 175.000 Lkw mit der On Board Unit (OBU) ausgestattet, geschätzte 150.000 waren jedoch noch ohne OBU unterwegs. Bedenkt man, dass das manuelle Einbuchen über Terminals pro Stunde die Abfertigung von nur wenigen Fahrzeugen erlaubt, sind Probleme nicht auszuschließen.

Die deutsche Maut, so der Obmann der Bundessparte Transport und Verkehr, Komm.Rat Harald Bollmann, wird ausschließlich für Lkws über 12 Tonnen, abhängig von der tatsächlich zurückgelegten mautpflichtigen Strecke, der Anzahl der Fahrzeugachsen und der Schadstoffklasse eines Fahrzeugs berechnet. In Unterschied dazu wird in Österreich die Maut für alle Fahrzeuge über 3,5 Tonnen unabhängig vom Emmissionswert eingehoben, also auch für die umweltfreundlichen und für den öffentlichen Personenverkehr wichtigen Autobusse, was völlig sinnwidrig ist, betont Bollmann.

Die deutsche Maut verteuert die Transportkosten um 10-16%, was an die Endkunden weitergegeben wird, so Bollmann. Tschechien und die Slowakei planen eine Maut einzuführen und die Schweiz erhöht ihre Maut kräftig mit 1.Jänner. Alles Faktoren, die den Kostendruck auf die Güterbeförderer weiter erhöhen. Belastend wirkt sich auch der Dieselpreis aus, der Preisindex ist letztes Jahr um knapp ein Viertel gestiegen. (hp)

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