VP-Ulm: FPÖ springt auf fahrenden Zug der ÖVP auf

Bürgermeister Häupl seit einem Jahr säumig

Wien (VP-Klub) - "Die ÖVP Wien fordert seit Jahren, dass die Videoüberwachung in U-Bahnstationen nicht nur durch Direktübertragung auf Bildschirme erfolgt, sondern auch aufgezeichnet wird", betont der Sicherheitssprecher der ÖVP Wien, LAbg. Wolfgang Ulm. Sei es bisher schon so gut wie unmöglich gewesen, die Anzahl der Bildschirme, die meist von nur einem Mitarbeiter der Wiener Linien beobachtet wurden, im Auge zu behalten, so habe sich dieses Problem durch die Auflassung mehrerer Stationsüberwachungen noch verstärkt. Da aber keinerlei Aufzeichnung erfolge, könne das Bildmaterial im Nachhinein nicht von der Polizei zur Aufklärung von Straftaten herangezogen werden.

Schon am 28. März letzten Jahres gab Bürgermeister Häupl anlässlich eines Interviews zu, die Videoaufzeichnung zur Bekämpfung von Kleinkriminalität als durchaus sinnvoll zu erachten. Doch seither ist nichts geschehen. "Nun gibt es zwei Möglichkeiten: Entweder hat der Bürgermeister seine Meinung einfach geändert, oder er konnte sich bei den Wiener Linien damit nicht durchsetzen - beides hat dringenden Erklärungsbedarf", kritisiert Ulm.

Utl.: Videoaufzeichnungen nach 48 Stunden löschen

Es sei keinesfalls notwenig, so Ulm, die Videoaufzeichnungen langwierig und aufwendig zu archivieren, eine Art Endlosschleife sei technisch einfach umzusetzen und sicherheitstechnisch ausreichend. "Die Aufzeichnungen sind 48 Stunden zu speichern, soweit das Videomaterial nicht zur Aufklärung strafbarer Handlungen nötig ist, und dann einfach wieder zu überspielen", so der VP-Sicherheitssprecher. Wenn es allerdings zu strafbaren Handlungen kommen sollte, könnten die Bänder innerhalb dieser 48 Stunden gesichert und dann zur Aufklärung herbeigezogen werden.

Außerdem sollten solche Videoaufzeichnungen angemessen angekündigt werden, was sowohl in den U-Bahnstationen, als auch in den Zügen erfolgen sollte. "Damit erreicht man eine generalpräventive Wirkung und mehr Sicherheit für die Fahrgäste der öffentlichen Verkehrsmittel. Dies könnte die Nutzung der Öffis in Wien vor allem während der Nachtstunden erhöhen", betont Ulm.

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