Seebühne: Bespielung 2005 ist nicht mehr zu verantworten

SP-Kultursprecherin Nicole Cernic fordert das endgültige Aus für die Seebühnensaison 2005

Klagenfurt (SP-KTN) - Nach ersten Vorinformationen über den tatsächlichen finanziellen Zustand der Cine Culture Carinthia GmbH (jetzt Wörtherseefestspiele GmbH) sei eine Bespielung der Bühne im Sommer 2005 nicht mehr zu verantworten, erklärte heute die Kultursprecherin der SPÖ Kärnten, Nicole Cernic und weist die Aussagen von FP-Parteiobmann Martin Strutz, dass die von SP-Chef Ambrozy genannten Zahlen nicht der Realität entsprechen würden, entschieden zurück. Cernic werde daher in der kommenden Aufsichtsratssitzung dafür plädieren, keine weiteren Entscheidungen für 2005 zu treffen.

"Unter den zu erwartenden Umständen ist es undenkbar, die Geschäftsführung neu auszuschreiben. Die finanzielle Situation der Gesellschaft ist völlig unklar. Es ist zu befürchten, dass die vom Land beschlossene Abgangsdeckung bei weitem nicht ausreicht, somit gibt es keine geordnete finanzielle Grundlage für 2005. Außerdem sind die dem neu gegründeten Aufsichtsrat erteilten Auskünfte teilweise unrichtig." so Cernic.

So habe beispielsweise Renato Zanella als eine Alternative für 2005 eine Produktion in Kooperation mit den Wiener Festwochen in Aussicht gestellt. "Recherchen haben ergeben, dass es keine Festwochenproduktion dieser Art gibt. Die Informationen sind also absichtlich falsch oder ein Hinweis darauf, dass Zanella mit der übernommenen Aufgabe restlos überfordert ist. Es rächt sich, wenn ein Kulturreferent im Alleingang ohne Ausschreibung oder Prüfung anderer Bewerber einen Choreographen mit der künstlerischen Leitung einer Seebühne betraut," erklärt Cernic, "man müsse daher auch in Erwägung ziehen, den Vertrag mit Zanella zu lösen.

Für die SPÖ sei es unter diesen Bedingungen undenkbar, weiter Millionen Euro aus öffentlichen Steuermitteln für einen Sanierungsfall aufzuwenden, der nicht mehr zu sanieren ist. Wenn man die Bühne ab 2006 wieder bespielen wolle, gehe das nur mit einem völlig neuen finanziellen, organisatorischen und künstlerischen Konzept und vor allem mit Verantwortlichen, die ihre Profession verstehen.

"Es ist bedauerlich, wie willkürlich diese chaotische Situation herbeigeführt wurde. Hätte man die Seebühne nach der erfolgreichen Evita Produktion in der Obhut des Stadttheaters belassen, wäre das alles nicht passiert," stellt Cernic abschließend fest.

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