Findeis: Kriminalitätsstatistik 2004 weist dramatische Zahlen aus

Rasche Verbesserungen bei Personalstand und Ausrüstung sind geboten

St. Pölten (SPI) - Dramatische Zahlen weist die aktuelle Kriminalstatistik für 2004 für Niederösterreich aus. Während österreichweit die Zahl der Anzeigen gegenüber dem Jahr 2003 nahezu gleich geblieben ist, stieg die Anzahl der Delikte in Niederösterreich gleich um 7,8 % an. "Fast 8 Prozent mehr Kriminalfälle - das ist ein wirklich dramatischer Anstieg! Im letzten Jahr wurden fast 94.700 strafbare Handlungen gemeldet, das sind um rund 6.800 mehr als noch im Jahr davor! Die rücksichtslose Kürzungspolitik bei der Exekutive zeigt ihre katastrophalen Auswirkungen", kommentiert der Sicherheitssprecher der SPNÖ, LAbg. Hermann Findeis, die aktuellen Zahlen. Gleichzeitig mit dem Ansteigen der strafbaren Handlungen ist die Aufklärungsquote gesunken. Im vergangenen Jahr konnten nur 43,3 % der Straftaten aufgeklärt werden, das ist ein Rückgang der Aufklärungsquote von 4,1 %. "Es ist nur dem persönlichen Einsatz der ExekutivbeamtInnen in unserem Land zu verdanken, dass diese Zahlen nicht noch schlechter aussehen. Die BeamtInnen wurden in den letzten Jahren vom Innenministerium völlig allein gelassen, ja sogar bei ihrer Arbeit behindert. Anders kann man die massive Kürzungspolitik, die ja letztendlich zu dieser dramatischen Bilanz geführt hat, nicht beschreiben", so Findeis weiter.****

"In der nächsten Zeit wird ein massiver Umdenkprozess notwendig sein. Ohne eine nachhaltige Aufstockung des Personalstandes und eine Verbesserung der Ausrüstung wird es nicht möglich sein, für das Jahr 2005 eine Trendumkehr zu erreichen. Das Engagement der BeamtInnen allein wird nicht ausreichen, um der ausufernden Kriminalität in unserem Bundesland endlich Einhalt zu gebieten - man kann es eben einfach nicht schönreden, wenn ein einziges Streifenfahrzeug riesige Gebiete überwachen soll. Mit dem von Innenministerin Prokop angekündigten Sicherheitsprogramm wird tendenziell der richtige Weg eingeschlagen. Die darin enthaltenen Pläne zur Personalaufstockung und Verbesserung der Ausrüstung sind ein Schritt in die richtige Richtung, nachdem ja bisher von Seiten der ÖVP der dringende Bedarf nach einer Verbesserung der Ausstattung und mehr BeamtInnen strikt geleugnet wurde", so Findeis abschließend.
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