Knafl: 140.000 Frauen seit 1.1.2005 sieben Jahre unter der Armutsgefährdungsschwelle!

Anhebung des Richtsatzes eine soziale Verpflichtung

Wien (OTS) - "70 % der Bezieher von Ausgleichszulagen sind Frauen. Seit 1.1.2005 leben 200.000 Alleinstehende, die Anspruch auf Ausgleichszulage haben, seit 7 Jahren weit unter der von der Bundesregierung beschlossenen Armutsgefährdungsschwelle", erklärte der Bundesobmann des Österreichischen Seniorenbundes, Stefan Knafl.

Sie gehören der Aufbaugeneration schon an und haben wesentlich zum Wiederaufbau der Heimat und zur Erreichung des heutigen Wohlstandes beigetragen. Besonders für Frauen, welche vor dem 1.1.1956 Kinder geboren haben, gibt es keine Möglichkeit einer Anrechnung von Kindererziehungszeiten. Daher ist die Erhöhung des Richtsatzes für Alleinstehende im Jubiläumsjahr 60 Jahre Republik eine soziale Verpflichtung.

Neben der Betroffenheit und Hilfe für die Opfer der Flutkatastrophe sind auch jene Österreicherinnen und Österreicher nicht zu vergessen, die einem überdurchschnittlichen Armutsgefährdungsrisiko ausgesetzt sind.

Am Mittwoch werden die Mitglieder des Bundesvorstandes des Österreichischen Seniorenbundes mit Bundesparteiobmann, Bundeskanzler Dr. Wolfgang Schüssel über die Erhöhung des Richtsatzes beraten. Der Bundesobmann des Österreichischen Seniorenbundes erwartet ein für die 200.000 Alleinstehenden, welche Anspruch auf Ausgleichszulage haben und seit 1.1.2005 7 Jahre unter der von der Bundesregierung beschlossenen Armutsgefährdungsschwelle leben müssen, entsprechendes Ergebnis. Nach der Sitzung des Bundesvorstandes werden die Medien informiert, erklärte Knafl abschließend.

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