Gorbach: Fair Tax als Vorstufe zur Flat Tax Steuerreform bringt Entlastung für Österreich und sichert den Wirtschaftsstandort Österreich

Wien (OTS) - "Mit der Steuerreform 2004 ist eine Entlastung für weite Teile der Bevölkerung gelungen. Mit der Gruppenbesteuerung wurde dem Wunsch der Wirtschaft Rechnung getragen", betonte Vizekanzler Hubert Gorbach die Notwendigkeit dieser Reform. "Die vorrangigen Ziele waren eine nachhaltige Entlastung und Stärkung der Familien, die Freistellung der Einkommensbezieher bis EUR 14.500, die Stärkung des Eigenkapitals sowie eine Vereinfachung des Steuersystems", betonte Gorbach einmal mehr die Vorzüge des neuen Systems in Österreich. "Durch erhöhte Pendlerpauschalen, Alleinverdienerabsetzbeträge und diverse Freibeträge wird eine deutliche Entlastung jedes Einzelnen erzielt", so Gorbach.

"Durch die Absenkung der Körperschaftssteuer auf 25% wurden Abwanderungstendenzen in Richtung Flat Tax - Länder wie die Slowakei vorerst verhindert und faire Wettbewerbschancen für KMU´s und Industrie gewährleistet. Auch die Möglichkeit, erstmals Verluste von Tochtergesellschaften mit Sitz im Ausland in Österreich steuerlich zu verwerten, wird eine deutliche Aufwertung für einen Holdingstandort Österreich bringen. Diese notwendigen Maßnahmen waren jedoch nicht der Weisheit letzter Schluss, vielmehr darf das Ziel Flat Tax in Österreich nicht aus den Augen gelassen werden", ist Gorbach überzeugt.

"Angesichts der positiven Meldungen seitens der Slowakei und deren signifikanten Mehreinnahmen durch Unternehmen und Private, lassen sich Vorteile der Flat Tax nicht gänzlich von der Hand weisen", sieht sich Gorbach in seiner Favorisierung einer Flat Tax auch in Österreich bestärkt.
"Das Beispiel Slowakei zeigt, dass offensichtlich eine erhöhte Steuermoral, eine Transparenz und eine vereinfachte Berechnung für jeden Einzelnen, zum Funktionieren einer Flat Tax beitragen", so Gorbach.

Anzustreben sei weiters die Möglichkeit, Spenden privater Bürger steuerlich abzusetzen, wie dies in Deutschland und in anderen EU -Mitgliedstaaten in unterschiedlicher Ausgestaltung bereits Realität sei, erklärte der Vizekanzler. "Da die Absetzbarkeit von Spenden als Betriebsausgabe seitens der Unternehmen gesetzlich möglich ist, wenn die Werbemaßnahme nachweisbar ist, sollte dies für Private ebenfalls gelten. Sinnvollerweise müsste dies der Höhe nach begrenzt sein bzw. beim Überschreiten einer Höchstgrenze auf mehrere Jahre verteilt werden können", regt Gorbach diese Überlegung für Österreich an.

"Die Fair Tax war notwendig und richtig zur Standortsicherung. Damit ist uns ein großer Wurf gelungen. Dennoch sollte die Flat Tax -Idee weiterverfolgt werden", schloss Gorbach. (Schluss bxf)

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