KPÖ plant Initiative gegen Gedankenlosigkeit im Gedenkjahr 2005

Wien (OTS) - Die KPÖ ist eine der 3 Gründungsparteien der Zweiten Republik, aber die wenigsten wissen, dass die Unabhängigkeitserklärung vom 27. April 1945 auch die Unterschrift des damaligen KPÖ-Vorsitzenden Johann Koplenig trägt. "Dass soll sich ändern", so die Absicht der KPÖ, die eine Initative gegen Gedankenlosigkeit im Gedenkjahr 2005 plant.

Eine eigens zu diesem Zweck eingerichtete Arbeitsgruppe soll das Wissen um den Beitrag der österreichischen Kommunisten und Kommunistinnen zum aktiven Widerstand gegen das NS-Terrorregime und zur Befreiung Österreichs verbreitern. "Legenden" wie der von Regierungsseite und Pseudohistorikern als kommunistischer Putsch bezeichnete Oktoberstreik 1950 sollen dabei ebenso zur Sprache kommen wie der Antikommunismus als Vehikel für die politische Nichtauseinandersetzung mit kommunistischen Ideen und Vorschlägen in Zeiten des Kalten Kriegs. Es sollen aber auch Bezüge zum sozialen und politischen Hintergrund der offiziellen "Jubelfeiern" und zur aktuellen Situation hergestellt werden.

"Die österreichische Bundesregierung will das "Gedankenjahr 2005", nutzen, um die zeitgeschichtliche Amnesie der Gesellschaft zu verfestigen" - so Dr. Mirko Messner, Sprecher der Arbeitsgruppe. Die KPÖ-Intiative gegen Gedankenlosigkeit soll und wird dem entgegen wirken.

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