Frais: Klare Zukunftsziele für Ökostrom bis 2030 setzen

Mit Forschungsförderung von der Pionierarbeit zur Zukunftslösung

Linz (OTS) - "Ökostrom ist wertvoll und wichtig", stellt SP-Klubobmann Dr. Karl Frais klar. "Für die weitere Vorgangsweise muss jedoch geklärt werden, welches Ziel Oberösterreich und Österreich mit Ökostrom erreichen wollen". Für Frais ist das bloße Erreichen eines gewissen Prozentgrads von Ökostrom am Gesamtstromvolumen auf Basis der derzeitigen Technik nicht ausreichend. "Ökoenergie stellt als relativ junger Wirtschaftszweig eine enorme Entwicklungschance in der technologischen Forschung und im Energieanlagenbau dar. Die österreichische Bundesregierung soll daher die Novelle zum Ökostromgesetz zur Sicherung des nötigen technologischen Fortschritts nutzen, indem die Fördermittel für Forschung und Entwicklung sowie für industrielle Fertigungsüberleitung verstärkt werden. Nur dadurch kann die langfristige Wettbewerbsfähigkeit der heimischen Energieanlagenbauer abgesichert werden", argumentiert Frais. Das perspektivische Ziel müsse darin bestehen, Ökostrom zur wirtschaftlichen Alternative gegenüber konventioneller Energie zu machen.

"Es ist unbestritten, dass die Zukunft ohne Ökostrom nicht denkbar ist - aber der Ökostrom der Zukunft wird kaum mit den Ökoenergieanlagen der jetzigen Pionierphase hergestellt werden", so Frais. Es sei daher von großer Bedeutung durch eine zukunftsweisende Förderpolitik zu verhindern, dass die Technologie im Ökostromsektor auf der Stelle trete. "Gerade in der Pionierphase sind oft große technologische Sprünge möglich - es wäre daher falsch jetzt Unmengen von Fördermitteln in Anlagen zu investieren, die wegen ihrer geringen Effizienz und hohen Kosten allzu bald veraltet sein werden". Viel wichtiger sei es mehr Fördermittel in die Forschung zu investieren.

Die SP-Fraktion hat im Jahr 2004 mehrere Initiativanträge zur Förderung der Effizienz in der Ökoenergie in den Oberösterreichen Landtag eingebracht. "Weil ökologische Energieformen je nach Region und Einsatzmöglichkeiten große Unterschiede aufweisen, hat die SP-Fraktion die exakte Analyse der bekannten Ökoenergieformen hinsichtlich Verwendungsgebiet, Wirkungsgrad, Wirtschaftlichkeit, Umweltverträglichkeit, Versorgungssicherheit, Raumordnung und Auswirkung auf die Konsumenten gefordert. Zusätzlich soll in Prognoseschritten ein exakter und überprüfbarer Plan zum Ausbau und zur Weiterentwicklung von Ökoenergie bis zum Jahr 2030 entwickelt werden", so Frais.

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