Rauch-Kallat: Mehr Patientenfreundlichkeit durch Chefarztpflicht-Neu

Keine Engpässe bei Medikamentenversorgung

Wien (OTS) - Mit Befremden reagierte Gesundheitsministerin Maria Rauch-Kallat heute, Donnerstag, auf die heftige Kritik der Ärztekammer an der Neuregelung der Chefarztpflicht. "Die Vertreter der Ärztekammer waren von Anfang an in die Neukonzeption der Chefarztpflicht eingebunden", betonte Rauch-Kallat. Zudem sei der Entfall der Chefarztpflicht als Entlastung für Patient/innen bereits seit einem Jahr im Nationalrat beschlossen und deren Umsetzung in Diskussion gewesen. Von einer "überfallsartigen und planlosen Einführung der Übergangsregelung" könne daher absolut keine Rede sein.

Rauch-Kallat weist auch darauf hin, dass die Medikamentenversorgung einwandfrei funktioniere. "Es gibt keine Spur von Engpässen in der Medikamentenversorgung" sagte Rauch-Kallat. Das sei in einer Besprechung am 3. Dezember von Hauptverband, Ärztekammer und Apothekerkammer bestätigt worden. Schon bisher seien 95 Prozent aller Verschreibungen nicht von der Chefarztpflicht betroffen gewesen, so Rauch-Kallat weiter. Im Schnitt verschreibt ein Arzt pro Tag nur zwei bis vier chefarztpflichtige Medikamente. Durch die neue Regelung seien es sogar noch weniger, da die Verschreibung einiger Präparate nun nur mehr dokumentiert werden müsse."Diese Dokumentation der therapeutisch wichtigen und ökonomisch sinnvollen Verschreibung soll durch wenige Worte und in aller Kürze erfolgen".

"Ich verstehe die Sorge vor Veränderungen", so Rauch-Kallat. Dies würde aber keinesfalls eine Verschiebung der Neuregelung rechtfertigen, wie sie ursprünglich von Hauptverband und Ärztekammer gefordert wurde. "Der Weg zum Chefarzt zur Bewilligung eines Medikaments muss im Sinne von mehr Patient/innenfreundlichkeit Vergangenheit bleiben", betonte Rauch-Kallat abschließend.

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