Bildung: Niederwieser kritisiert Untätigkeit der Regierung

"Schönreden und Beschwichtigen statt Modernisieren und Reformieren"

Wien(SK) "Schönreden, Vertrösten und Beschwichtigen statt die zahlreichen konkreten Reformideen für unser Bildungssystem aufzugreifen - das ist die Vorgangsweise dieser Regierung", kritisierte heute SPÖ-Bildungssprecher Erwin Niederwieser. Der PISA-Schock sitze der Regierung offenbar tief in den Knochen; noch Wochen nach dem beschämenden Ergebnis von PISA 2003 scheinen die Regierungsparteien gelähmt und nahezu handlungsunfähig. "Auf Forderungen und Vorschläge der Wissenschaft, der Lehrervertretungen, Elternorganisationen und Schülersprecher und auf das Bildungskonzept der SPÖ gibt es bis dato nur eine Reaktion: alles nicht so schlimm, wir sind ja noch gutes Mittelmaß", kritisiert Niederwieser am Donnerstag gegenüber dem Pressedienst der SPÖ. ****

Zuletzt habe dies der freiheitliche Klubobmann Scheibner demonstriert, "der zwar genau sagen kann, was die FPÖ nicht will, sonst aber konstruktiv wenig zu bieten hat. Das ist auch kein Wunder, denn mit Bildungsfragen hat sich der ehemalige Verteidigungsminister bislang kaum beschäftigt".

Was die Regierung aber mit dieser Strategie offenbar beabsichtige, ist das Einlullen des öffentlichen Bewusstseins. Das führe dazu, dass bei einer aktuellen News-Gallup-Umfrage das Thema Sicherheit und Kriminalitätsbekämpfung die Hitliste der wichtigen Aufgaben des Jahres 2005 anführt, aber eine Reform unserer Schulen nicht einmal erwähnenswert ist.

"Es wäre auch die Aufgabe der zuständigen Bildungsministerin, in der Öffentlichkeit für eine Erneuerung unseres Bildungssystems nach den erfolgreichen internationalen Vorbildern einzutreten und ein Bewusstsein dafür zu schaffen, dass Investitionen in Bildung für einen Staat wie Österreich unverzichtbar sind, wenn wir unseren Lebensstandard nicht nur halten sondern wieder einmal steigern wollen. Dazu ist aber mehr notwendig als Verzögern, Vertrösten und Schönreden."

Die SPÖ habe jedenfalls dem Thema Bildung für 2005 Priorität eingeräumt, wie es auch bei der Präsidiumsklausur in der Steiermark deutlich wurde. Auch bei der SPÖ-Neujahrstagung nächste Woche wird Bildung ein zentraler Punkt sein, kündigte Niederwieser an. (Schluss) ah

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