VP-Strobl: Mit dieser SPÖ ist derzeit kein "Bildungsstaat" zu machen

Wien (VP-Klub) - "Die SPÖ klebt an einem Gesamtschulmodell von vorgestern", kritisierte heute der Bildungssprecher der ÖVP Wien, LAbg. Walter Strobl, die Aussagen von SPÖ Gusenbauer zur den Schwerpunkten der SPÖ Bildungspolitik. "Gerade nach PISA sollte man vorsichtig sein mit Organisationsfragen Probleme inhaltlicher Art lösen zu wollen."

Trotzdem werde er dafür eintreten, auch über Fragen der Gesamtschule offen und ohne ideologische Scheuklappen oder Heilslehre zu diskutieren. "Legen wir die Fakten offen auf den Tisch. Es gibt ja genug Schulversuchserfahrungen in Österreich mit diesem Thema. Auch vergleichbare Schulsysteme aus dem Ausland sollte man sich anschauen", zeigt sich Strobl offen für eine dem Argumentieren verpflichtete Diskussion.

So wie das die SPÖ mache, werde das allerdings nicht gehen. Die SPÖ möchte nun offensichtlich ein in Wien von SPÖ und ÖVP entwickeltes Schulmodell der Kooperativen Mittelschule (KMS) nun allein als SPÖ-Gesamtschulmodell darstellen. Abgesehen davon, dass das inhaltlich falsch sei, sei diese Art der politischen Arrogierung durch die SPÖ der Todesstoß für ein sinnvolles, über alle Parteigrenzen hinweg entwickeltes und im Wiener Kollegium einstimmig beschlossenes Schul-Rahmenmodell, betonte Strobl.

Zwlt: SPÖ-Modell "Schulverbund" pädagogisch gescheitert

Die ÖVP Wien überlege nun einen Ausstieg aus diesen gemeinsamen Anstrengungen für eine Lösung vor allem für das Ballungsgebiet, zumal die SPÖ weder ein paktfähiger Partner sei, noch eine Partei, die den Unterschied zwischen politischer Wirklichkeit und ideologischem Wunschdenken kenne. Strobl erinnerte die SPÖ an das pädagogische Scheitern ihres ursprünglichen Herzeigemodells eines Gesamtschulversuchs "Schulverbund". "Eine Zwangsbeglückung mit einem pädagogisch erfolglosen und auch kaum gewünschten Modell und einer Ideologie, die dem Gleichheitsmythos von 1968 huldigt, ist kein Zukunftsmodell. Zu solchen Ideen wird es von der ÖVP ganz sicher keine politischen Brücken und Zustimmung geben", betonte Strobl.

Wie sehr die SPÖ sich selbst in den Sack lüge, zeige die Schulwirklichkeit in Wien. Das von der SPÖ kreierte Modell der KMS, eine Art Fortsetzung des Gesamtschulversuchs "Schulverbund", wo es ihr darum gehe, die breit gescheiterten Überlegungen von 1998, jedem Schulkind, egal mit welchen Leistungsprofil, die AHS-Reife allein durch den Schulbesuch zu geben, sei fast ausschließlich von ehemaligen Schulversuchsstandorten als KMS-Modell gewählt worden.

Das von der ÖVP kreierte Modell der Kooperation mit weiterführenden Schulen wie BHMS oder ORG hingegen sei von über 60 Hauptschulstandorten gewünscht und gewählt worden.
"Eltern und Lehrer haben eben ein ausgeprägtes Gefühl für sinnvolle Innovationen und nicht für Ideologien, die in der Folge scheitern und die letztlich am Rücken der Kinder ausgetragen werden. Die SPÖ ist nun dabei, vernünftige Schulreformansätze in Wien auf Kosten ihrer Steinzeitideologie mutwillig zu stören. Da werden wir als ÖVP ganz sicher nicht mitmachen", betonte Strobl abschließend.

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