FSG-Nürnberger: Regierung für Arbeitslosigkeit verantwortlich

Untätigkeit für Frauen am Arbeitsmarkt ist kaltblütig

Wien (FSG) - "Dass 298.149, also fast 300.000 Menschen im Land Arbeit suchen, geht einzig und allein auf die Untätigkeit und Gleichgültigkeit der Bundesregierung zurück", sagt Rudolf Nürnberger, Bundesvorsitzender der Fraktion Sozialdemokratischer GewerkschafterInnen im ÖGB angesichts der heute präsentierten Zahlen. ++++

"Ein Jahresschnitt von 286.525 Arbeitslosen ist wirklich keine rühmliche Nachricht am Beginn des Jubiläumsjahrs 2005", sagt Nürnberger. "Das ist der höchste Wert der Zweiten Republik." Der Bundesregierung wirft der FSG-Vorsitzende jahrelanges Nichtstun bei voller Kenntnis der Entwicklung vor: "Die Regierung tut weder mit gezielter Beschäftigungspolitik, noch mit ihrer Steuerpolitik etwas, um mehr Arbeit zu schaffen," kritisiert Nürnberger. "Die schwarzblaue Ausgliederungs- und Verschleuderungspolitik trägt auch nicht dazu bei, Arbeitsplätze im Land sicherer zu machen. Hauptanliegen der ÖVP und der FPÖ scheint zu sein, die Unternehmen zu entlasten, auch wenn sie dadurch wissentlich die gesamte Volkswirtschaft schwer schädigt."

Kindergeld trägt zu Arbeitslosigkeit bei

Als besonders kaltblütig bezeichnet Nürnberger das beharrliche Verleugnen der großen Probleme, die Frauen am Arbeitsmarkt haben. "Sie sind am meisten von Arbeitslosigkeit betroffen, aktuell sind es 108.400. Gerade haben Studien wieder bewiesen, dass das von ÖVP und FPÖ eingeführte Kinderbetreuungsgeld den Frauen die Rückkehr in den Arbeitsmarkt erschwert. Und die Regierung hat dann auch noch die Härte, die Kindergeldbezieherinnen zu den Beschäftigten zu zählen, um uns Jubelzahlen zu präsentieren!" Dabei gehe der Anstieg der Beschäftigten vor allem auf Teilzeitbeschäftigung zurück, die viele Menschen oft nicht freiwillig machen würden. "Da greift eines ins andere, denn viele, vor allem Frauen, sind gezwungen Teilzeit zu arbeiten, weil die Regierung nichts für mehr Kinderbetreuungsplätze tut. Die derzeitige Lage am Arbeitsmarkt gibt überhaupt keinen Grund zum Jubeln. Weder ist die Freude von Wirtschaftsminister Bartenstein über Besserungen nachvollziehbar, noch sind die Aussagen von ÖVP Abgeordnetem Stummvoll, wie gut wir im europäischen Vergleich liegen, angebracht," sagt Nürnberger abschließend.

FSG, 5. Jänner
2005
Nr. 2

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