AMS NÖ-Vize Karl Fakler: "Anstieg der Beschäftigung und Stabilisierung der Arbeitslosigkeit"

Wien (OTS) Ende Dezember 2004 waren beim AMS NÖ insgesamt 53.151 Personen arbeitslos vorgemerkt, um 804 (od. 1,5%) mehr als zur gleichen Zeit des Vorjahres. "Die Trendwende auf dem nö. Arbeitsmarkt lässt zwar weiter auf sich warten" betont AMS NÖ-Vize Karl Fakler, "aber die Arbeitslosigkeit scheint ihren konjunkturellen Höhepunkt erreicht zu haben, denn der relative Anstieg von 1,5% im Dezember war der geringste im gesamten Jahr 2004." Im November stieg die Zahl der aktiv Beschäftigten in NÖ gegenüber dem Vorjahr noch um über 8.500 (od. 1,7%), das war nach dem Oktober 2004 der zweithöchste Anstieg im vergangenen Jahr.

Auch im Dezember hält dieser positive Trend an: Nach den vorläufigen Zahlen des Hauptverbandes sind in NÖ mit insgesamt 515.375 Personen um knapp 7.500 mehr beschäftigt (+ 1,5%) als ein Jahr zuvor (bereinigt um jene SchulungsteilnehmerInnen, die im Jahr 2003 noch als beschäftigt gezählt wurden, sogar um knapp 9.500 mehr). Das ist österreichweit der größte Anstieg der Beschäftigung.

Das AMS NÖ rechnet, dass der Anstieg der Beschäftigung immer mehr Teilzeitstellen betrifft. "Eine Steigerung der Teilzeitbeschäftigung ist zwar als Zeichen der Arbeitsmarktflexibilisierung und zunehmender Wahlmöglichkeiten der Beschäftigten zu begrüßen, der stetige Rückgang der Vollzeitbeschäftigung erschwert jedoch auch die Eingliederung der Arbeitslosen," meint Karl Fakler.

Österreichweit stieg die Arbeitslosigkeit zum Monatsende im Vergleich zum Jahr davor geringfügig und zwar um 1.233 (od. 0,4%) auf insgesamt 298.149. Den relativ größten Anstieg aller Bundesländer verzeichnete Vorarlberg (+ 10,9%), gefolgt von Tirol (+ 6,3%) und OÖ (+ 3,7%). Einen Rückgang der Arbeitslosigkeit gibt es Ende Dezember nur in Wien (- 4,6%).

Ende Dezember 2004 befinden sich in NÖ insgesamt 5.510 Personen in Schulung (sie werden nicht als arbeitslos gezählt), um 761 od. 16,0% mehr als zur gleichen Zeit des Vorjahres. Am stärksten von Arbeitslosigkeit betroffen sind derzeit Frauen und hier wiederum vor allem Ausländerinnen und Jugendliche bis 24 Jahre. So stieg die Zahl der arbeitslosen Frauen im Vergleich zum Dezember des Jahres 2003 um +988 (+5,2%), während die der Männer um -184 (-0,6%) zurück ging. Trotz umfangreicher Förder- und Qualifizierungsmaßnahmen des AMS NÖ für Jugendliche steigt die Zahl der Vorgemerkten im Alter bis 24 Jahre gegenüber dem Vorjahr bei den Frauen um 192 (od. +6,1%) auf 3.345 (Männer: -120 od. -2,0%). Die Zahl der vorgemerkten weiblichen Ausländerinnen erhöhte sich im Jahresvergleich um 378 (od. +20,5%) auf insgesamt 2.218.

Arbeitsmarktprognose 2005: Leichter Rückgang der Arbeitslosigkeit erwartet

Aufgrund der wirtschaftlichen Belebung und angesichts der Tatsache, dass die Unternehmen in den vergangenen Jahren mit ihrer Personalpolitik sehr zurückhaltend agiert haben, wird es im Jahr 2005 in allen Bundesländern zu einer Ausweitung der Beschäftigung kommen. Auch in Niederösterreich wird das Arbeitsplatzangebot überdurchschnittlich wachsen.

Im Jahr 2005 werden in NÖ jahresdurchschnittlich rund 533.000 Personen beschäftigt sein, um 6.000 (od. 1,1%) mehr als im Jahr 2004. Aufgrund des anhaltenden Strukturwandels und unterstützt von der wirtschaftlichen Belebung werden in erster Linie zusätzliche Arbeitsplätze im Dienstleistungsbereich entstehen.

Im Jahr 2005 ist damit zu rechnen, dass die Zunahme des Angebots an Arbeitsplätzen das zusätzliche Arbeitskräfteangebot übersteigen wird. Damit wird es - erstmals seit dem Jahr 2000 - möglich, den jahresdurchschnittlichen Bestand an vorgemerkter Arbeitslosigkeit wieder zu verringern und zwar - im günstigsten Fall - um 1.000 (od. -2,5%) auf ca. 39.500. Das ergäbe für das Jahr 2005 in Niederösterreich eine Arbeitslosenquote von 6,9% und damit eine Abnahme um 0,2%-Punkte.

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