OeNB - Rentenfonds gefragt. Tilgungen von Aktienfonds

~ Entwicklung der inländischen Investmentfonds im dritten Quartal 2004 ~

Wien (OTS) - Wien (OTS) - Negative Kursentwicklungen auf vielen internationalen Aktienmärkten dämpften die Investitionsbereitschaft der Anleger. So wurden im dritten Quartal 2004 nur 1,25 Mrd EUR neu investiert. Nachgefragt wurden vor allem Rentenfonds, während bei Aktien- und gemischten Fonds Tilgungen überwogen.

Das netto in Investmentfonds investierte Kapital expandierte um 2,33 Mrd EUR oder 2,2% und betrug per Ende September 2004 105,9 Mrd EUR.

Ende September verwalteten 27 österreichische KAGs mit 1.984 Fonds einen Vermögensbestand von 121,7 Mrd EUR.

Von Jahresbeginn 2004 bis Ende September konnten die Anleger in österreichischen Investmentfonds per Saldo Kursgewinne von +3,9% erzielen.

Per September 2004 verwalteten 27 österreichische Kapitalanlagegesellschaften mit 1.984 aufgelegten Investmentfonds einen Vermögensbestand (inkl. "Fonds in Fonds" Veranlagungen) von 121,7 Mrd EUR (Ende Juni 2004: 118,6 Mrd EUR).
Die Anzahl der Kapitalanlagegesellschaften hat sich um eine Gesellschaft, die CPB Immobilien KAG erhöht, die seit August 2004 den ersten Immobilien-Spezialfonds anbietet.

Von Anfang Jänner bis Ende September 2004 betrug die kapitalgewichtete durchschnittliche Performance aller österreichischen Investmentfonds (Publikumsfonds und Spezialfonds) +3,9%. Dabei verzeichneten Aktienfonds eine positive Performance von 5,0% und Rentenfonds einen Kursgewinn von 3,8%. Immobilienfonds zeigten eine positive Performance von 1,7%. Nur die Alternativen Fonds (Hedge Fonds) waren insgesamt mit 2,1% im Minus.

Die negativen Entwicklungen auf vielen internationalen Aktienmärkten im dritten Quartal dämpften die Bereitschaft des Publikums zu Veranlagungen in Fonds. Nachgefragt wurden vor allem Rentenfonds, während bei Aktien- und gemischten Fonds Tilgungen überwogen. Verglichen mit dem Nettomittelzuwachs des ersten und des zweiten Quartals 2004 wurde von Ende Juni bis Ende September mit 1,25 Mrd EUR nur etwas mehr als die Hälfte investiert. Im Vergleich zu den Primäreinlagen war allerdings auch im dritten Quartal eine deutlich stärkere Präferenz zugunsten der Investmentfonds zu beobachten.

Das netto in Investmentfonds investierte Kapital (exklusive "Fonds in Fonds"-Veranlagungen) expandierte im dritten Quartal, unterstützt durch Kursgewinne von 1,40 Mrd EUR abzüglich Ausschüttungen von 329 Mio EUR um 2,33 Mrd EUR oder 2,2% und betrug per Ende September 2004 105,9 Mrd EUR.

Der Vermögenszuwachs im dritten Quartal 2004 wurde überwiegend von Veranlagungen in ausländische Rentenwerte getragen. So erhöhte sich das Volumen der ausländischen Rentenwerte um 2,72 Mrd EUR (5,1%), während die inländischen Rentenwerte nur um 0,28 Mrd EUR (1,5%) zunahmen. Bei der Veranlagungskategorie Aktien- und Beteiligungspapiere erhöhten sich die inländischen Werte mit 58 Mio EUR nur marginal, während die ausländischen Aktien- und Beteiligungspapiere eine Abnahme von 0,61 Mrd EUR hinnehmen mussten.

Hinsichtlich der Struktur des veranlagten Kapitals zum Ultimo September 2004 dominierten die Rentenwerte mit einem Anteil von 70,9% (75,1 Mrd EUR), gefolgt von den Aktien und Beteiligungspapieren mit 16,8% (17,8 Mrd EUR), den sonstigen Vermögensanlagen mit 6,8% (7,2 Mrd EUR) und den Investmentzertifikaten mit 5,4% (5,8 Mrd EUR). Immobilienfonds zeigten per Ende September 2004 zwar bereits ein Volumen von 371 Mio EUR, jedoch wurden bisher erst etwas mehr als ein Viertel des Kapitals in Immobilien- und Sachanlagen veranlagt. Der Anteil am Gesamtvolumen betrug Ende September erst 0,1%.

Bei einer regionalen Betrachtung der Veranlagungen zeigte sich eine Dominanz des Euroraumes. Mit 47,4% (50,2 Mrd EUR) wurde per September 2004 nahezu die Hälfte des Fondskapitals in den übrigen Ländern der Währungsunion (exkl. Österreich) veranlagt. 26,4% (27,9 Mrd EUR) der Veranlagungen entfielen auf die "Länder der übrigen Welt" und nur mehr 26,2% (27,8 Mrd EUR) auf Österreich.

70% der Veranlagungszunahme entfiel im 3. Quartal auf Länder der Währungsunion (exkl. Österreich). Das im Inland investierte Kapital ist leicht gefallen. Insgesamt nahm der Anteil der Auslandsveranlagungen im dritten Berichtsquartal 2004 um 0,6 Prozentpunkte zu, so dass das Verhältnis Inlands- zu Auslandsveranlagungen per September 2004 26,2% zu 73,8% (Dezember 2003: 28,2% zu 71,8%) betrug.

Berichtstermin Berichtstermin Veränderung 2004/06 2004/09 Stand Anteil Stand Anteil absolut in % in % in %

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