Boarden ohne Brüche

Hochrisikogruppe beim Snowboarden: junge Männer - Sicher Leben ruft die Boarder zu mehr Eigeninitiative beim Informieren über Pistenregeln und Schutzmaßnahmen auf

Wien (OTS) - Besonders gefährdet beim Boarden: Junge Männer zwischen 15 und 24 Jahren

Jung, männlich und draufgängerisch: Das ist das Profil der Hochrisikogruppe unter den Boardern. Im Jahr 2003 verletzten sich laut Unfallstatistik des Instituts Sicher Leben rund 17.300 Personen beim Snowboarden auf Österreichs Pisten so schwer, dass sie im Spital behandelt werden mussten. 58 Prozent von ihnen waren zwischen 15 und 24 Jahren alt. "Die jugendlichen Draufgänger unter den Snowboardern schätzen sich aufgrund ihrer Kraft und Dynamik gerne als 'gute Rider' ein. Eigentlich fehlt ihnen dazu aber oft noch eine breites Bewegungsrepertoire und die erforderliche Erfahrung. Es ist daher nicht verwunderlich, dass sich gerade junge Menschen schnell in gefährliche Situationen bringen", so Dr. Rupert Kisser, Leiter des Instituts Sicher Leben, über eine der Unfallursachen. Keine Überraschung also, dass Zusammenstöße mit anderen Wintersportlern nur einen Bruchteil des Unfallgeschehens ausmachen: 93 Prozent sind Einzelstürze.

Beim Unfall mit dem Snowboard im Zentrum des Geschehens: Arme und Kopf

Der männerdominierte Wintersport ist nach wie vor risikoreicher als Skifahren: Nicht nur die "jungen Wilden", sondern generell jeder Boarder hat ein um 20 Prozent höheres Risiko, einen Unfall zu erleiden, als ein Skifahrer. Ein weiterer Unterschied zwischen den beiden alpinen Wintersportarten ist das Verletzungsmuster. Während Skiläufer besonders im Bereich der unteren Extremitäten gefährdet sind, verletzen sich Boarder meist an Händen, Unterarmen, Ellbogen und Schultern, wenn sie instinktiv versuchen, einen Sturz abzufangen. 46 Prozent der Verletzungen sind Knochenbrüche. Da die Verletzungsmechanismen ähnlich wie beim Inline-Skaten sind, zählen Handgelenksprotektoren mit zu den wichtigsten Bestandteilen einer professionellen Snowboardausrüstung. "Außerdem gehört ein Helm zur absoluten Pflichtausstattung für Boarder!", empfiehlt Kisser vor dem Hintergrund, dass immerhin zwölf Prozent der verunglückten Snowboarder mit Kopfverletzungen ins Spital eingeliefert werden. Das müsste nicht sein: Studien haben bewiesen, dass ein Helm bei Stürzen auf der Piste rund 85 Prozent aller Schädel- und Gehirnverletzungen verhindern kann.

Weitere Sicherheitsempfehlungen für weniger Unfälle beim Boarden

Damit die Faszination des Boardens erhalten bleibt, sind einige Sicherheitsmaßnahmen zu beachten: So muss jeder Snowboarder nicht nur das Fahren, sondern auch das richtige Fallen unter professioneller Anleitung erlernen. Grundsätzlich sind nur markierte Abfahrten zu empfehlen - hier ist man vor Gefahren der Bergwelt wie Lawinen oder Abgründen geschützt. Für den Tiefschnee abseits der Piste ist eine solide alpine Ausbildung, eine fachkundige Führung und in jedem Fall eine vollständige Lawinenschutz-Ausrüstung erforderlich. Generell besonders wichtig: Pistenregeln gelten nicht nur für Skifahrer, sondern auch für Snowboarder! "Jeder Wintersportler muss soviel Eigenverantwortung zeigen, dass er sich ausführlich über die bestehenden Regelungen und Empfehlungen informiert, um sich und andere nicht zu gefährden", fordert Kisser. Als Informationsplattform für alle Wintersportfans hat Sicher Leben eigens die Website "Aktion:
Sicher auf der Piste" ins Netz gestellt: Unter www.sicherleben.at/safer-snow-more-fun stehen E-Cards, Flash-Animationen, fertige Präsentationen sowie weiterführendes Informationsmaterial bereit. Die Pistenregeln - neu formuliert und auch ins Englische übersetzt - werden in humorvollen Cartoons präsentiert und sprechen so gerade eine junge Zielgruppe an.

Hinweis für Redaktionen - Bildmaterial

Gerne stellen wir Ihnen jeden Cartoon in druckfähiger Qualität zur Verfügung. Sie finden die Zeichnungen zum Download unter www.sicherleben.at, in der Rubrik "Presse", dann "Bildarchiv" und "Bilder". Oder wenden Sie sich telefonisch an +43-1-71770-161.

Wien, 05.01.2005

Rückfragen & Kontakt:

Institut "Sicher Leben"
Doreen Kallweit M.A.
Marketing & Kommunikation
Tel.: 01-717 70-161
E-Mail: doreen.kallweit@kfv.at

OTS-ORIGINALTEXT UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS | SIL0001