Stadlbauer: Ignoranz der Frauenministerin zu Arbeitslosigkeit der Frauen ist unerträglich

Ankündigungen von Rauch-Kallat zu Neujahrsbeginn im krassen Gegensatz zur Realität am Arbeitsmarkt

Wien (SK) "Noch vor ein paar Tagen hat uns die Frauenministerin mit ihren großen Sprüchen von der 'neuen Frauenpower' und den angeblich 'harmlosen Einkommensunterschieden' vor den Kopf gestoßen, jetzt zeigen die neuen Arbeitsmarktdaten wieder die traurige Realität", meinte SPÖ-Bundesfrauengeschäftsführerin Bettina Stadlbauer am Mittwoch gegenüber dem SPÖ Pressedienst. Von der steigenden Arbeitslosigkeit waren auch im Dezember in erster Linie Frauen betroffen. ****

"Frau Rauch-Kallat hat uns Frauen auch ihre vermeintliche Lösung an den Kopf geknallt", ärgerte sich Stadlbauer. Die Lösung sei für die Ministerin die Eigenverantwortung der Frauen, wie Rauch-Kallat selbstzufrieden betont habe. Das würde im Klartext bedeuten, dass Frauen sich ihre Situation eben selbst eingebrockt haben und von der Regierung daher auch auf keinerlei Unterstützung hoffen dürfen. Für die Frauenministerin sei das "eindeutig die bequemste Lösung", meinte Stadlbauer.

Die Botschaft der Frauenministerin lautet damit, dass die Regierung sich mit der Krise am Arbeitsmarkt erst gar nicht auseinandersetzen müsse, denn das wäre ja im Sinne der vorgeblichen Frauenministerin "Bevormundung und Befürsorgung durch den Staat".

Auch das neuerdings geäußerte Besorgnis von Rauch-Kallat über ihre fehlenden Bekanntheitsgrad als Frauenministerin, sei einfach ärgerlich. "Die Frau Ministerin hat ihr Amt schlicht nicht verstanden", meinte Stadlbauer. "Es geht nicht darum, dass sie als Frauenministerin hofiert wird, sondern sie sollte die Interessen der Frauen wahr nehmen. Andernfalls ist es besser, sie schweigt." (Schluss) up/mp

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