Frächter wehren sich gegen Pauschalvorwürfe: Einzelfälle noch lange kein "Frächterskandal"

Bauer: "Wir sind durchaus für Kontrollen" - Nur wenige heimische Lkw unter den "Sündern"

Wien (PWK 002) - Einzelfälle sind noch lange kein "Frächterskandal". Der von der Arbeiterkammer heute, Dienstag, groß aufgemachte Fall eines niederösterreichischen Frächters betrifft zudem ein laufendes Verfahren, über das ohne Kenntnis aller Unterlagen noch gar nicht geurteilt werden kann, weist der Geschäftsführer des Fachverbandes Güterbeförderung in der Wirtschaftskammer Österreich, Mag. Rudolf Bauer, alle pauschal gegen die Branche erhobenen Anschuldigungen zurück.

Die Frächter, die in Österreich 300.000 Lkw, darunter 70.000 schwere Lkw, betreiben, wehren sich mit Nachdruck gegen jede Unterstellung, es mit den Gesetzen nicht genau zu nehmen. "Wir kämpfen mit Nachdruck für faire Rahmenbedingungen für unsere Mitglieder, sind jedoch für Verstöße gegen gesetzliche Vorschriften nicht zu haben", erklärt Bauer mit Nachdruck.

Was das Thema Lkw-Kontrollen betrifft, so erinnert Bauer daran, dass von den kontrollierenden Beamten in erster Linie jene Fahrzeuge untersucht werden, die schon auf den ersten Blick Mängel vermuten lassen. Die genannte hohe Zahl von Anzeigen bezieht sich nur auf diese "ausgesuchten" Lkw, und nicht auf die Gesamtzahl der im Einsatz stehenden Lastkraftwagen. Bringt man die angezeigten Lkw mit der oben genannten Gesamtzahl in Relation, so sind es vielleicht zwei bis drei Prozent aller Fahrzeuge, die technische Mängel aufweisen. Viele dieser beanstandeten Fahrzeuge werden gar nicht von heimischen Frächtern betrieben, rückt Bauer die Dimensionen zurecht. "Solange sie nicht in Schikanen ausarten, haben wir nichts gegen Kontrollen. Im Gegenteil, sie fördern und unterstreichen die Wettbewerbsfähigkeit der heimischen Frächter", hält Bauer fest. (hp)

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Wirtschaftskammer Österreich
Fachverband für das Güterbeförderungsgewerbe
Mag. Rudolf Bauer
Tel: +43 (0)1 961 63 63 57

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