Voves für neue steirische Leitbetriebe mit Weltmarktfähigkeit

Gamlitz (SK) Dem "infrastrukturellen Kahlschlag" der Bundesregierung in den Regionen werde die SPÖ in der Steiermark ein klares Gegenmodell entgegensetzen, betonte der SPÖ-Vorsitzende der Steiermark, Franz Voves am Dienstag bei einer Pressekonferenz beim Parteipräsidium im Gamlitz. Die SPÖ wolle politische Rahmenbedingungen schaffen, in denen "die Heimat in den Regionen" erhalten bleibe. In der wirtschaftspolitischen Förderung müsse man weg von dem Prinzip der Gieskanne, hin zu gezielter Förderung steirischer Unternehmen, deren Produkte das Entwicklungspotential zu Weltmarktfähigkeit habe. "Die Steiermark braucht neben dem Autoklaster auch noch andere Leitbetriebe, die stärker regional-solidarisch angesiedelt werden sollen", so Voves, der in diesem Zusammenhang auf das Konzept der Steiermark-Holding verwies. Das Ziel für die Landtagswahlen sei es, einen Landesrat dazuzugewinnen und wenn sich eine Konstellation ergebe, die die Chance ganz nach oben eröffne, "dann werden wir sicher zugreifen", so Voves. ****

Dem infrastrukturellen Kahlschlag seitens der Bundesregierung und dessen Folgen - das Abwandern, vor allem der Jungen in die Ballungszentren - müsse entgegengewirkt werden, so Voves. Die SPÖ werde dies mit dem Konzept "Steiermark der Regionen" machen. "Wir wollen politische Rahmenbedingungen schaffen, in denen die Heimat in den Regionen erhalten bleibt", sagte Voves.

In der wirtschaftspolitischen Förderung müsse man wegkommen vom Prinzip der Gieskanne und in Zukunft verstärkt und gezielt steirische Unternehmen fördern, deren Produkte das Potential zur Weltmarktfähigkeit hätten. "Bei den klassischen Produkten wird es durch den Lohndruck zusehends schwerer werden. Die Chance liegt in den hochqualifizierten Arbeitsplätzen, die Nischenprodukte erzeugen", zeigte sich Voves überzeugt. Über das Projekt der Steiermark-Holding solle mit Risikokapital der öffentlichen Hand ermöglicht werden, dass diese Produkte die Marktfähigkeit erlangen.

Gegen die schwarz-blaue Politik im Bund gebe es seitens der steirischen Landeshauptfrau Klasnic keinen Aufschrei. Postämter, Banken, Bezirksämter, Gendarmerien würden geschlossen, Postbus- und Bahnverbindungen eingestellt. "Das unterstützt den Prozess der Abwanderung noch. Das will die SPÖ nicht", hielt Voves fest, der betonte, dass dies einer der großen Schwerpunkte im kommenden Jahr sein werde.

Für die Landtagswahlen sei festzustellen, dass die Menschen in der Steiermark, ähnlich wie vor einem Jahr in Salzburg, einen neuen, frischen Wind im Lande wollen würden. Voves hielt fest, dass er für alle Koalitionsformen offen sei, vor allem, da noch nicht klar sei, wie die politische Landschaft in der Steiermark nach den Wahlen aussehen werde. (Schluss) js

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