Silvesterpfad-Sammlung erbrachte 85.800 Euro

Rieder übergab Scheck an Leiter von "Nachbar in Not" Jörg Ruminak

Wien (OTS) - Exakt 85.803,13 Euro erbrachte die Sammlung für die Opfer der Flutkatastrophe auf dem Wiener Silvesterpfad. Vizebürgermeister Dr. Sepp Rieder übergab am Dienstag dem Leiter der Aktion "Nachbar in Not", Jörg Ruminak offiziell den Scheck über diese Summe und sprach dabei auch allen Hilfskräften den Dank für ihr Engagement aus. Die außergewöhnlich hohe Summe zeige das hohe Maß an Spendenbereitschaft und Solidarität, das es für die Opfer der Flut gebe. Zur Hilfe nach der Katastrophe sollten in Zukunft auch Überlegungen für vorbeugende Maßnahmen treten. Jörg Ruminak versprach mit seinem "Dankeschön" auch, dass "jeder Euro in die richtige Richtung" gehen werde. Man wolle vor allem den Ärmsten der Armen in Sri Lanka, Indonesien und Südindien helfen. Der Opfer der Flutkatastrophe wird auch am Mittwoch, 5. Jänner um 12 Uhr mit drei Schweigeminuten gedacht.****

Die Gesamtsumme der Sammlung auf dem Silvesterpfad setzt sich aus den Beträgen zusammen, die in den Spendenboxen der Stadt Wien Marketing, die auch die Gesamtaktion koordinierte, gesammelt wurden, weiters aus den Sammelergebnissen des Roten Kreuzes und des Arbeitersamariterbundes. Inkludiert sind auch die 7000 Euro, die aus der Absage des Feuerwerkes im Stadtpark erlöst wurden.

Weitere Hilfsmaßnahmen der Stadt Wien

Mit einer ganzen Reihe von Maßnahmen, die sowohl den Betroffenen der Katastrophe vor Ort wie auch den heimgekehrten Betroffenen zugute kommen, leistet die Stadt Wien Hilfe im infrastrukturellen, medizinischen und psychotherapeutischen Bereich.

Eine Million Euro aus den Bundesländern

Bürgermeister Dr. Michael Häupl hat am 30. Dezember 2004 als Vorsitzender der Landeshauptleutekonferenz bekannt gegeben, dass alle Bundesländer beschlossen haben, gemeinsam eine Million Euro für die Katastrophenhilfe zur Verfügung zu stellen. Die Anteile an der Spenden-Million errechnen sich aus dem Bevölkerungsschlüssel der einzelnen Bundesländer. Das Land Wien stellt aus diesem Titel 193.000 Euro zur Verfügung.

Medikamente, Wasseraufbereitung

Sofort nach Bekanntwerden des Ausmaßes der Katastrophe hat die Stadt Wien 100.000 Euro zur Verfügung gestellt, um in Kooperation mit dem Roten Kreuz noch am 29. Dezember 2004 eine Aufbereitungsanlage für sauberes Trinkwasser in die betroffene Krisenregion auf Sri Lanka zu transportieren.

Medizinische und psychosoziale Betreuung im Krisengebiet

Ein Arzt sowie vier Sanitäter der Wiener Rettung wurden unmittelbar nach Bekanntwerden des Ausmaßes der Katastrophe in die Krisengebiete gesendet, um Österreicherinnen und Österreicher vor Ort zu betreuen.

Medizinische und psychosoziale Betreuung für Heimkehrende am Flughafen

Bereits ab Montag, 27.12.2004 - mit der Ankunft des ersten Flugzeuges, das Überlebende der Katastrophe heim nach Österreich brachte - waren Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Stadt Wien-Soforteingreifgruppe "Akutbetreuung Wien", am Flughafen Schwechat stationiert. Teams mit bis zu 20 Fachleuten leisteten medizinische sowie psychosoziale Hilfe vor Ort - insgesamt waren etwa 65 Personen im Einsatz. Im Bedarfsfall wurde auch mit warmer Kleidung oder beim Erlangen von Ersatzdokumenten rasch und unbürokratisch geholfen. Wer seinen Pass bei der Katastrophe verloren hat, bekommt ihn ohne zusätzliche Kosten ersetzt.

Die Betreuung der vielen Angehörigen, die am Flughafen auf die Rückkehr ihrer Familien warteten, stellt einen weiteren Schwerpunkt der Arbeit der ExpertInnen der Akutbetreuung am Flughafen dar. Täglich ist auch ein Arzt der Wiener Rettung vor Ort, um im Bedarfsfall medizinische Hilfe zu leisten. Mehr als 20 Fahrzeuge der Wiener Rettung standen bei Ankunft der Flugzeuge mit Verletzten bereit, um den raschen Transport in die Wiener Krankenhäuser zu garantieren.

Insgesamt wurden 53 Verletzte - darunter auch Schwerverletzte -vom Flughafen per Hubschrauber oder Rettungsfahrzeug in verschiedene Spitäler gebracht. Die Helferinnen und Helfer der Akutbetreuung haben bisher am Flughafen Wien Schwechat 600 aus dem Katastrophengebiet heimgekehrte Passagiere sowie 500 am Flughafen wartende Angehörige betreut.

Wiener Hotline für psychotherapeutische Hilfe rund um die Uhr

Die "Akutbetreuung Wien" bietet unter der Telefonnummer 4000-7524 eine Hotline für Betroffene und Angehörige der Flutkatastrophe in Südostasien. Die

Hotline ist rund um die Uhr (auch an Feiertagen) besetzt und bietet psychosoziale Betreuung, Erstgespräche und die Vermittlung von weiterführender therapeutischer Betreuung. Dies geschieht in enger Kooperation mit den Psychosozialen Diensten der Stadt Wien (PSD), dem Zentrum für psychosoziale, sozialtherapeutische und soziokulturelle Integration (ESRA), dem Ambulatorium "Die Boje" für Kinder und Jugendliche und vielen mehr. Die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Hotline informieren auch über alle anderen österreichischen Kriseninterventionseinrichtungen, Hilfsorganisationen oder Beratungsstellen.

Schweigeminuten am Mittwoch, 5. Jänner

Die EU-Präsidentschaft hat an die Mitgliedsstaaten der Union das Ersuchen gerichtet, in Gedenken an die Opfer der Flutkatastrophe und als Solidaritätskundgebung mit der Bevölkerung der betroffenen Länder am Mittwoch, den 5. Jänner 2005, um 12 Uhr drei Schweigeminuten einzuhalten. Die Stadt Wien folgt diesem Aufruf und lädt die Bevölkerung zur Teilnahme an dieser Solidaritätskundgebung ein. Die Flaggen auf Bundesgebäuden und auf städtischen Gebäuden werden an diesem Tag auf Halbmast gehisst. (Schluss) gab/mmr/li/vo

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