Plass/Grüne Wirtschaft: Langfristige wirtschaftliche Hilfe für Flutopfer nötig

Wirtschaftskammer muss sich für fairen Welthandel einsetzen!

Wien (OTS) - "Die Grüne Wirtschaft begrüßt die Bausteinaktion der Wirtschaftskammer zugunsten der Flutopfer in Südostasien. Auch wir Grüne haben unseren Beitrag bereits zugesagt", so Volker Plass, Bundessprecher der Grünen Wirtschaft.

Mit einmaligen Spendenaktionen und Wiederaufbauprogrammen sei es jedoch nicht getan: "Wenn die Österreichische Wirtschaft wirklich nachhaltig helfen will, wären Aktivitäten in Richtung fairer Welthandel die beste Maßnahme", meint Plass. Dies betreffe in aller erster Linie den Kauf von Produkten mit dem Transfair-Gütesiegel, aber auch den Einsatz für sozial verträgliche Arbeitsbedingungen in den Entwicklungsländern, wie sie etwa die internationale Clean-Clothes-Kampagne seit Jahren fordert.

Die Armut in den Ländern der Dritten Welt sei nämlich nicht durch Naturkatastrophen entstanden, sondern durch die systematische Ausbeutung der Menschen Asiens, Afrikas und Lateinamerikas auf den Weltmärkten: "Erst wenn wir verstehen, dass ein T-Shirt um zwei Euro keine Handelsware sondern eine Menschenrechtsverletzung ist, wird sich wirklich etwas ändern", meint Plass.

Präsident Leitl sei zudem aufgefordert, sich bei der österreichischen Bundesregierung für eine schrittweise Erhöhung der Budgetmittel für Entwicklungszusammenarbeit auf 0,7% des BIP einzusetzen, was von Österreich seit Jahrzehnten versprochen aber nicht erfüllt werde.

Auch der von französischer Seite geäußerte Vorschlag, jetzt eine Entwicklungshilfesteuer auf Finanztransaktionen (Tobin-Tax) einzuführen, sei vorbehaltlos zu unterstützen: "Angesichts weltweiter Betroffenheit sollte die Chance für wirkliche Fortschritte in Sachen globaler Solidarität nicht ungenützt bleiben", meint Plass abschließend.

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