Gehrer: Europäische Mobilität steigert Attraktivität und Konkurrenzfähigkeit

Umsetzung des Bologna-Prozesses - Bilanz 2004 und Vorausschau 2005

Wien (OTS) - Die Umsetzung der Bologna-Ziele in Österreich geht zügig voran, wie bereits der "Bericht über den Stand der Umsetzung der Bologna-Erklärung in Österreich 2004" über den Berichtszeitraum 2000 bis 2003 belegt. "Die Europäische Zusammenarbeit ist nicht nur das Herzstück eines attraktiven Europäischen Hochschulraumes, sondern ermöglicht allen Studierenden während ihrer Ausbildung wertvolle internationale Erfahrungen zu sammeln. Im Sinne einer gesamthaften persönlichen wie akademischen Ausbildung profitieren junge Menschen von diesen internationalen Erfahrungen besonders", so Bildungsministerin Elisabeth Gehrer.

Aus diesem Grund wird die Umsetzung des Bologna-Prozesses in Österreich seit vielen Jahren von allen Einrichtungen sehr ernst genommen. Die Umwandlung in ein zweistufiges Studiensystem (Bachelor-Master) schreitet zügig voran. An den Universitäten werden im Studienjahr 2004/05 171 Bakkalaureat- und 216 Magister-Studien, an Fachhochschulen insgesamt 36 Bakkalaureats- und 3 Magister-Studiengänge angeboten. Besonderes Augenmerk wird ebenso auf die Ausweitung des Bologna-Prozesses auf den dritten Studienzyklus, die Doktoratsausbildung, gelegt. Österreich wird in Hinblick auf die nächste Minister-Konferenz in Norwegen im Mai 2005 gemeinsam mit Deutschland und der European University Association ein diesbezügliches Expertenseminar Anfang Februar 2005 in Salzburg ausrichten. Die legistischen Voraussetzungen zur Errichtung von PhD-Studien sind im Universitätsgesetz 2002 vorgesehen. Neu ist ab 2005 auch, dass das Diploma Supplement an Universitäten ab Juli und an Fachhochschulen ab Jänner automatisch in deutscher wie auch in englischer Sprache ausgestellt wird.

Darüber hinaus werden ab 2005 alle Studien an den Hochschulen nach dem Leistungspunktesystem ECTS geführt. "Besonders erfreulich ist, dass die Technische Universität Graz für eine vorbildliche Vorgehensweise in der vergleichbaren Bewertung der Studienpläne zu den zehn auserwählten Hochschuleinrichtungen in Europa gehört, die von der Europäischen Kommission mit dem ECTS-Siegel ausgezeichnet wurden", so Gehrer. Für Fachhochschulen ist die ECTS-Anwendung eines der Prüfkriterien in der (Re)Akkreditierung. Bereits in den Studienjahren 2001-2003 absolvierten mehr als ein Viertel aller Universitäts- und Fachhochschulabsolventen während des Studiums einen Auslandsaufenthalt.

In den vergangenen Jahren wurden sowohl gesetzliche Rahmenbedingungen als auch technische Voraussetzungen für eine verbesserte europäische Mobilität geschaffen. "Damit junge Menschen auch in Zukunft von dieser europäischen Mobilität profitieren können, habe ich bereits im Oktober des vergangenen Jahres eine Ausfallshaftung in der Höhe von 500.000 Euro für die Erasmus-Programme bereitgestellt. Mit diesen Mitteln ist es für alle Studierenden möglich, nicht nur sechs sondern bis zu zwölf Monate im Ausland zu studieren", so Gehrer abschließend.

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