Flutkatastrophe: Gemeinsame Aktion von WKÖ, IV und Hilfswerk Austria - generelle Spendenabsetzbarkeit gefordert

Leitl und Sorger: Soforthilfe und Unterstützung beim Wiederaufbau

Wien (PDI) - Angesichts des enormen Ausmaßes der Flutkatastrophe und der vielen in Not geratenen Menschen haben die Wirtschaftskammer Österreich (WKÖ) und die Industriellenvereinigung (IV) mit dem Hilfswerk Austria die Initiative "Flutkatastrophe Aktion der Wirtschaft" ins Leben gerufen
Der Präsident der Wirtschaftskammer Österreich, Dr. Christoph Leitl, erklärte zur Hilfsaktion "Ich bin überzeugt, dass viele österreichische Unternehmen ein Zeichen der Solidarität setzen und den Wiederaufbau in Südost-Asien unterstützen werden. In Absprache mit den betroffenen Ländern, dem Außenministerium und Hilfsorganisationen soll der Wiederaufbau von Schulen und medizinischen Einrichtungen ebenso wie Anlagen zur Trinkwasserversorgung unterstützt werden."

Der Präsident der Industriellenvereinigung, Dr. Veit Sorger, erklärte dazu: "Mit dieser Bausteinaktion der Wirtschaft werden wir gemeinsam mit unseren Mitgliedern konkrete Projekte vor Ort unterstützen. Wir sind gerade dabei, an unsere Mitgliedsunternehmen heranzutreten und um Mithilfe zu bitten. Die IV wird ebenso wie die WKO außerdem eine Erstspende in der Höhe von 10.000 Euro bereitstellen." Die bereits von mehreren IV-Mitgliedern geleisteten Spenden bei einzelnen Hilfsaktionen bezeichnete Sorger als vorbildlich.

Die gespendeten Mittel der österreichischen Wirtschaft und Industrie sollen in konkreten Projekten eingesetzt werden. Ein Sozialzentrum mit Gesundheitsstation und Schule in einem Dorf in Sri Lanka ist bereits geplant, die Abwicklung vor Ort wird vom Hilfswerk Austria durchgeführt. Die Vision eines "Austrian Village" für Opfer der Flutkatastrophe könnte mit Hilfe der Spendenbausteine auch in anderen betroffenen Ländern realisiert werden. "Bausteine" für den Wiederaufbau in der Stückelung von 500, 1.000, 5.000 oder 10.000 Euro können auf das Spendenkonto der österreichischen Wirtschaft eingezahlt werden: Hilfswerk Austria PSK 91.100.500 "Flutkatastrophe - Aktion der Wirtschaft".

IV und WKÖ erneuern Forderung nach genereller Spenden-Absetzbarkeit

Im Zusammenhang mit der Flutkatastrophe erneuern IV und WKÖ ihre Forderung nach einer steuerlichen Absetzbarkeit von Spenden. Zwar sei erfreulich, dass Spenden im aktuellen Katastrophenfall steuerlich abzugsfähig sind. Das würden die Unternehmen aber auch bei vielen anderen Hilfsprojekten brauchen. Im Sinne der Förderung zivilgesellschaftlichen Engagements treten IV und WKÖ daher generell für die Absetzbarkeit von Spenden ein. Eine Studie im Auftrag der Initiative CSR-Austria hat festgestellt, dass die steuerliche Absetzbarkeit von Spenden bei 78% der befragten Unternehmen zu stärkerer Unterstützung von gemeinnützigen Einrichtungen und Initiativen führen würde. Laut einer IHS-Studie sind die geltenden steuerlichen Regelungen zur Absetzbarkeit von Spenden in Österreich im internationalen Vergleich überaus rigide.

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