Kukacka: Verkehrsstatistik 2004 bestätigt den Verkehrssicherheitskurs der Bundesregierung!

Erfolgreiche Gesetzesarbeitarbeit auf nationaler und EU-Ebene - Vormerksystem wird 2005 Verkehrssicherheit weiter steigern

Wien, 03.01.2004 (OTS) - "Mit einem Minus von rund 6 % bei den Verkehrstoten im Jahr 2004 zeigt sich, dass die Bundesregierung mit ihrem Maßnahmenbündel im Bereich der Verkehrssicherheit auf dem richtigen Weg ist", sagt heute, Montag, Verkehrsstaatssekretär Mag. Helmut Kukacka. Seit 1951 konnte kein so positives Jahresergebnis erzielt werden. "Ziel der Bundesregierung ist es allerdings, die Zahl der 876 Verkehrstoten von 2004 weiter zu verringern. Dies soll mittels einer strategischen Verkehrssicherheitsarbeit, wie auch im österreichischen Verkehrssicherheitsprogramm festgeschrieben, erreicht werden", so Kukacka. "In zahlreichen Bereichen der Verkehrssicherheit können wir bereits auf sehr erfolgreiche Gesetzesarbeit verweisen, 2005 wird vor allem das Vormerksystem einen weiteren Beitrag zur Hebung der Verkehrssicherheit leisten", betonte Kukacka.

Der Verkehrsstaatssekretär verweist in der Liste der seitens der Bundesregierung zur Verkehrssicherheit gesetzten Aktivitäten beispielsweise auf die Einführung eines Digitalen Tachographen. Kukacka: "Mit diesen neuen Geräten wollen wir die Verkehrssicherheit erhöhen, Manipulationen verhindern und durch die bessere Überwachungsmöglichkeit die Einhaltung von maximalen Fahrzeiten für LKW-Lenker gewährleisten." Das neue Gerät wird bei Neuzulassungen von LKWs über 3,5 t und Bussen ab neun Sitzen ab August 2005 vorgeschrieben.

Auch die Section Control ist für den Verkehrsstaatssekretär ein durchaus gelungener Ansatz. Kukacka: "Schon zur Jahreshälfte sahen wir, dass die Unfälle in den Bereichen der Section Control drastisch, um bis zu 80% zurückgehen." Kukacka betont aber, dass der Einführung weiterer Section-Control Abschnitte nur in Übereinstimmung mit Exekutive und Ländern erfolgen werde.

Kukacka verweist auch auf die seit 1.1.2005 in Kraft befindlichen höheren Strafen für das Missachten der Gurtenpflicht oder das Handy-Telefonieren am Steuer: "Das sind Delikte mit hohem Unfallgefährdungspotenzial, deren jetzt eingeführte strengere Ahndung gerechtfertigt ist, um damit einen weiteren Beitrag zu höherer Bewusstseinsbildung in diesem sensiblen Bereich zu leisten."

Als "besonderen Beitrag Österreichs" bezeichnet Kukacka die neuen Vorschriften zur Tunnelsicherheit, die 2004 in Kraft traten. Österreich hatte zu diesem Thema in der Gruppe der Alpenländer die Vorsitzführung und war auch auf EU-Ebene führend für das Zustandekommen der neuen EU-Richtlinie verantwortlich.

"Auch mit der Einführung der Mehrphasen-Führerscheinausbildung im Juli 2002 hat Österreich eine Vorreiterrolle in der EU bei der Entwicklung von Maßnahmen zur Eindämmung von Verkehrsunfällen bei der stark gefährdeten Gruppe der jungen Fahrer übernommen. Diesen Weg gehen wir nun im heurigen Jahr mit der Umsetzung des Vormerksystems konsequent weiter," sagte der Verkehrsstaatssekretär.

"Denn trotz dieses positiven Trends bei der Unfallbilanz steht außer Frage, dass jeder Tote im Straßenverkehr ein Toter zuviel ist," so Kukacka. Ziel des Vormerksystems ist es, Hochrisikolenker früher aus dem Verkehr zu ziehen und mit Kursen und Nachschulungen Sensibilisierungsarbeit bei den Autofahrern zu leisten. Pädagogische Maßnahmen wie Nachschulungen, Fahrverhaltenstraining und Rot-Kreuz-Kurse sollen dafür Sorge tragen, dass nicht die Strafen, sondern die Bewusstseinsbildung bei den Lenkern im Vordergrund steht.

Laut dem Kuratorium für Verkehrssicherheit könne mit dem Vormerksystem die Zahl der Verkehrstoten um ca. weitere 75 Tote im Jahr verringert werden. "Durch die Schaffung dieses neuen Systems kann dem ehrgeizigen Ziel des österreichischen Verkehrssicherheitsprogramms, nämlich der Halbierung der Verkehrstoten bis 2010, wieder ein großes Stück näher gekommen werden", schloss Kukacka.

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