Tsunami: 52 österreichische Notärzte stehen für Hilfe bereit

Brettenthaler: "Einsatzwille unter Ärzten enorm" - Notärzte aller Fachrichtungen wollen freiwillig helfen

Wien (OTS) - Schon 52 Notärzte aus Österreich sind bereit, bei Bedarf spontan in den vom Tsunami betroffenen Krisenregionen medizinische Hilfe zu leisten. Dies ist der aktuelle Stand einer Initiative des Referats für Notfall- und Katastrophenmedizin der Österreichischen Ärztekammer (ÖÄK), das in den vergangenen Tagen über die Landesärztekammern nach Freiwilligen für Hilfseinsätze in Südostasien gesucht hat. Die Ärztinnen und Ärzte kommen aus allen Fachrichtungen und werden in einem Ärztepool der ÖÄK zusammengefasst, der für Hilfsersuchen aus betroffenen Ländern über den Krisenstab des Bundeskanzleramts kontaktiert werden kann.

"Wir freuen uns über soviel Hilfsbereitschaft unter den Ärzten. Der Einsatzwille ist enorm", erklärte der Präsident der Österreichischen Ärztekammer (ÖÄK), Dr. Reiner Brettenthaler. "Wir hoffen, wir können damit einen Beitrag leisten, die medizinische Lage in den Katastrophengebieten etwas zu verbessern." Gleichzeitig seien seitens der Landesärztekammern Spendenaktionen unter deren Mitgliedern für die von der Katastrophe betroffenen Menschen gestartet worden, berichtete Brettenthaler.

Die Fäden für den erst vergangenen Samstag gestarteten Ärztepool laufen bei dem Leiter des Referats für Notfall- und Katastrophenmedizin in der ÖÄK und Präsidenten der Ärztekammer für das Burgenland, Dr. Walter Helperstorfer, zusammen. "Es haben sich bei uns bereits unmittelbar nach unserem Aufruf am Samstag Notärzte aus allen Bundesländern gemeldet. Das Mitgefühl ist auch in der Ärzteschaft sehr groß", berichtete Helperstorfer. "Schon am Sonntag standen die ersten 38 freiwilligen Ärztinnen und Ärzte fest . Stündlich werden es mehr." Die indonesisch-österreichische medizinische Gesellschaft habe sich ebenfalls an der Aktion beteiligt, berichtete Helperstorfer. Dessen Koordinationsstelle ist seit Sonntag rund um die Uhr erreichbar.

Das Hilfsangebot der österreichischen Ärzteschaft wurde unmittelbar nach dem Ausbruch der Katastrophe an die Bundesregierung herangetragen, die eine Koordinationsstelle für die Hilfskräfte im Ausland unterhält. Ärztlich unterstützt werden sollen seitens der Ärztinnen und Ärzte nicht nur die Katastrophenopfer, sondern auch der Aufbau oder Wiederaufbau der medizinischen Grundversorgung unter anderem durch Seuchenbekämpfung oder Impfungen bzw. die ärztliche Betreuung der in den betroffenen Ländern verbliebenen österreichischen Staatsbürger.

Ärzte, die sich zur Verfügung stellen, um in Krisengebieten gemeinsam mit den Rettungsgesellschaften vor Ort tätig zu werden, werden in eine Warteliste aufgenommen. Die Listen der Koordinationsstelle der ÖÄK werden nach Rücksprache mit den Ärzten direkt an den Krisenstab des Bundeskanzleramts und somit auch an die Rettungsdienste vermittelt. Je nach Anforderung werden die Ärzte an die internationalen Rettungsdienste zur gemeinsamen Weiterarbeit bzw. Auslandseinsatz vermittelt.

Die Kontaktadressen für die Meldung für Notärzte, die freiwillig Einsätze in den Krisenregionen leisten wollen, sind.

Ärztekammer für Burgenland.
7000 Eisenstadt, Permayerstraße 3

Tel: 02682/62521-10 Frau Trabichler
Fax: 02682/62521-90
E-mail: katastrophenhilfe@aerztekammer.at

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