Plassnik: "Im Licht des weltweiten Informationsstandes haben wir das Mögliche getan."

Wien (OTS) Außenministerin Ursula Plassnik informierte heute nach der Sitzung des Krisenstabes über den aktuellen Stand der Flutkatastrophe und insbesondere über die Situation der Österreicher in der Krisenregion. Plassnik: "Vor etwas mehr als 100 Stunden hat sich die Flutkatastrophe ereignet, der zigtausende Menschen zum Opfer gefallen sind. Die Information über Ausmass und Tragweite der Katastrophe hat sich erst mit der Zeit herausgestellt." Erst jetzt werde deutlich, welche Tragweite die Flutkatastrophe habe. Plassnik äußerte Verständnis für die Verzweiflung der Betroffenen: "Es gibt nichts Schlimmeres als die quälende Ungewissheit und die Hilflosigkeit der Angehörigen. Wir tun alles in unserer Macht Stehende, um den Beteiligten zur Seite zu stehen."
Der Krisenstab verfolge drei Hauptanliegen. "Wir suchen Vermisste, bergen und betreuen Betroffene vor Ort und helfen bei der Heimreise", so Plassnik. "Wir haben seit Sonntag früh 28.000 Anrufe getätigt und entgegengenommen", sagte Plassnik, die gleichzeitig die gute Zusammenarbeit mit den Reiseveranstaltern, Fluglinien, anderen Ministerien und Hilfsorganisationen bei der Suche nach Vermissten und der Betreuung der Angehörigen betonte. "Die Suche gestaltet sich jedoch äußerst schwierig." Das Krisenmanagement sei aufgrund der großen Distanz von 8.500 Kilometern - rund 12 Flugstunden -erschwert. "Wir halten keine Informationen zurück, wir bitten aber um Verständnis, dass wir im Interesse der Angehörigen und Betroffenen mit großer Sorgfalt mit den Informationen umgehen müssen", sagte Plassnik
Über die Tätigkeit vor Ort berichtete Plassnik, dass Ambulanzflüge bereit gestellt wurden und die Betreuung an den Flughäfen gewährleistet ist. "Wir haben uns bei der Bereitstellung von Hilfskräften und bei deren Verstärkung sehr beeilt. Im Augenblick sind 90 Personen in Sri Lanka (Colombo) und Phuket im Einsatz." Über die Zahl der betroffenen Österreicher herrsche weiterhin Unklarheit, so Plassnik. "Bestätigte 1200 Menschen sind mittlerweile wieder in Österreich angekommen sind. Es gibt fünf bestätigte Todesfälle und insbesondere in Khao Lak derzeit rund 100 Menschen, bei denen nach dem derzeitigen Informationsstand eine hohe Wahrscheinlichkeit besteht, dass sie zu Opfern des Unglücks geworden sind."

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Oliver Tanzer
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