Stoisits: Integrationsvertrag in jetziger Form gescheitert

Grüne fordern Sprachoffensive der Bundesregierung für MigrantInnen

Wien (OTS) "Die Regierung muss einsehen, dass sie mit ihrer Art der Integrationspolitik gescheitert ist", meint die Menschenrechtssprecherin der Grünen, Terezija Stoisits, anlässlich eines Interviews von Staatssekretärin Haubner mit der APA. "Integrationspolitik muss in erster Linie darauf aufbauen Angebote zu machen. Das sind z.B. kostenlose bzw. kostengünstige Deutschkurse für alle Zuwanderergruppen. Das wesentliche Merkmal eines Integrationsangebotes ist auch die schwellenlose Zugänglichkeit vor allem für jene Gruppen, für die Bildungsmaßnahmen ohnedies schwer zugänglich sind bzw. die von den Bildungsmaßnahmen praktisch gänzlich ausgenommen sind. Dazu gehören in erster Linie MigrantInnen", meint Stoisits.

Besondere Angebote fordert Stoisits für ausländische Frauen. "Durch den Ausschluss vom Arbeitsmarkt werden Familienangehörige auch vom Zugang zu Deutsch- und Integrationskursen ausgeschlossen. Das ist die bittere Realität. Hier bedarf es Maßnahmen der Bundesregierung". Stoisits fordert eine große Sprachoffensive, um den ZuwandererInnen diesen Weg nicht abzuschneiden. "Zwang und Strafandrohung beim Spracherwerb sind kontraproduktiv. Kostenlose Sprachangebote, gänzliches Öffnen von Schulen und außerschulischen Bildungseinrichtungen und das vor allem für Zuwanderer-Frauen", fordert Stoisits.

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