Gusenbauer für "sparsames Jubiläumsjahr" zugunsten der Erdbeben-Opfer

Regierung soll auf ein Viertel der Budgetmittel für das Jubeljahr verzichten

Wien (SK) SPÖ-Vorsitzender Alfred Gusenbauer machte am Donnerstag der Regierung den Vorschlag, einen Teil der für das Jubiläumsjahr 2005 vorgesehenen Budgetmittel den Opfern der Flutkatastrophe in Asien zu widmen. Gusenbauer: "Ich schlage vor, das Jubiläumsjahr sparsamer und ruhiger zu gestalten, unnötigen Pomp wegzulassen und stattdessen einen nationalen Kraftakt zugunsten der Erdbebenopfer zu unternehmen." Von den insgesamt 26,1 Millionen Euro, die für das Jubeljahr veranschlagt sind, sollte etwa ein Viertel, also rund 6,5 Millionen Euro, den Erdbebenopfern, in erster Linie den Kindern, die ihre Eltern verloren haben, zugute kommen. ****

"Konzentrieren wir uns auf das Wesentliche. Wir können der Geschichte der Zweiten Republik umso würdiger gedenken, wenn wir dies im angepassten Rahmen tun", sagte Gusenbauer. Es sei angebracht und sinnvoller, die schwierige Zeit des Wiederaufbaus, die Entstehungsgeschichte der Zweiten Republik, mit einem "Akt der Humanität und Menschlichkeit" zu würdigen.

Gusenbauer rechnet damit, dass ein derartiger Akt der Humanität auch im Sinne der österreichischen Bevölkerung ist. Das Mitgefühl der ÖsterreicherInnen gelte den Menschen in den Katastrophengebieten. Gerade heute, wo die Österreicherinnen und Österreicher anlässlich des nationalen Trauertages zu Spenden aufgerufen seien, stelle sich die Frage: Warum sollte nicht auch die Regierung ein Zeichen setzen, fragte der SPÖ-Vorsitzende.

Der Budgetrahmen für das Jubiläumsjahr 2005 beträgt 2,5 Millionen Euro. Zusätzlich hat die Regierung 23,6 Millionen Euro (8,5 Millionen Überschreitungsermächtigung plus 40 Millionen für Werbeausgaben und PR-Aktivitäten im Rahmen der EU-Präsidentschaft für drei Jahre, ergibt 16,6 Millionen für ein Jahr) für das Jahr 2005 veranschlagt. Insgesamt stehen für die Jubiläumsfeierlichkeiten 2005 also 26,1 Millionen Euro zur Verfügung. (Schluss) se

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