Beeindruckendes Spendenergebnis für "Licht ins Dunkel" am Heiligen Abend

Fast 5,6 Millionen Euro für Bedürftige

Wien (OTS) - Insgesamt zum 32. Mal - davon zum 27. Mal in einer mehrstündigen Live-Sendung am Heiligen Abend - rief "Licht ins Dunkel" zu Spenden für behinderte und Not leidende Menschen, insbesondere für Kinder, in Österreich auf. Zahlreiche Künstler und Prominente stellten sich auch heuer wieder in den Dienst der guten Sache und unterstützten den fast 15-stündigen Spendenmarathon, der gestern, am 24. Dezember 2004, von 9.05 bis 23.30 Uhr live im Programm ORF 2 ausgestrahlt wurde. Die Landesstudios beteiligten sich in gewohnter Weise und sendeten von 11.00 bis 12.00 Uhr, von 14.00 bis 15.00 Uhr und von 16.00 bis 18.00 Uhr ihr eigenes, regionales "Licht ins Dunkel"-Programm.

Tausenden Menschen kann wieder geholfen werden

Insgesamt 5.577.674,00 Euro (Vorjahr: 5.824.159,00 Euro) lautete das Ergebnis des großen Spendentages am Heiligen Abend, mit dem wieder Behinderten- und Sozialhilfeprojekte in ganz Österreich unterstützt werden können - und das, nachdem die Österreicherinnen und Österreichern in den Wochen zuvor bereits 5,6 Millionen Euro für die "Nachbar in Not - Österreich hilft Darfur"-Hilfsaktion gegeben haben.

Peter Rapp eröffnet den Spendenmarathon

Wie gewohnt begrüßte Peter Rapp die Zuseher von ORF 2 und 3sat um 9.05 Uhr live aus der Spendenzentrale im ORF-Zentrum, wo von Telekom Austria ein hochmodernes Callcenter mit rund 230 Spendenannahmeplätzen aufgebaut und betreut wurde. Verstärkt wurde es noch durch eigene Callcenter in den ORF-Landesstudios. An den Telefonen versahen Soldaten des Österreichischen Bundesheeres, zahlreiche Prominente und viele freiwillige Helfer unentgeltlich Telefondienst, um die Spendenzusagen unter der österreichweit kostenfreien Rufnummer 0800 24 12 04 entgegenzunehmen. Rund 25.000 Anruferinnen und Anrufer machten davon Gebrauch. Viele Internetuser nutzten auch die Gelegenheit, um auf der "Licht ins Dunkel"-Homepage unter http://lichtinsdunkel.ORF.at online oder per Kreditkarte auf das PSK-Aktionskonto 237 6000 einzuzahlen.

Prominente Grußbotschaften

Zahlreiche Prominente, die nicht persönlich kommen konnten, unterstützten die Hilfsaktion mit Grußbotschaften, so etwa Harald Krassnitzer, Arabella Kiesbauer, Markus Rogan, Erwin Steinhauer, Wolfgang Böck und viele andere. An den Spendentelefonen versahen u.a. Barbara Karlich, Nicole Beutler, Karl Hohenlohe, Andi Knoll, Gertrude Aubauer, Peter Resetarits, Barbara und Claudia Stöckl, Prof. Fritz Muliar, Hannelore Veit, Leo Wallner, Jenny Pippal-Kralik, Jeannine Schiller, Werner Schimanko, Heinz Prüller, Anja Kruse, Frank Hoffmann, Gerda Rogers, Adi Hirschal, Nora Frey, Birgit Fenderl, Elfriede Ott, Birgit Sarata, Peter L. Eppinger, Thomas Brezina, Christian Kolonovits, Christine Schubert, Danielle Spera, Eva Fuchs, die "Licht ins Dunkel"-Begründer Kurt Bergmann und Ernst Wolfram Marboe sowie natürlich der Schirmherr der Aktion, Bundespräsident Dr. Heinz Fischer, die ORF-Spitzen mit Generaldirektorin Dr. Monika Lindner und Mitgliedern des ORF-Publikums- und Stiftungsrates "Telefondienst".

Großspender und Künstler im Dienst der guten Sache

Peter Rapp konnte neben den vielen Großsponsoren, die live im Studio ihre Spenden überbrachten, auch zahlreiche Künstler begrüßen, die sich mit ihrer musikalischen Darbietung in den Dienst der Charity stellten: Die Fehringer, Die Vierkanter, Die Sternsinger, Philharmonia Schrammeln, Global Kryner, der elfjährige Johannes mit einem Trompetensolo, Tie-Break, The Longfield Gospel Choir, Copkidz & Teens, Anik Kadinski, Marika Lichter, Mat Schuh & Kinderchor, Alfons Haider, der blinde Musiker Wolfgang Niegelhell, Mainstreet, Weana Gmüat Schrammeln, Christina Zurbrügg, Andy Lee Lang, Dorretta Carter und Tamee Harrison bereicherten mit ihrer Live-Darbietung das Programm. Musikalische Zuspielungen von "Stille Nacht" bis "Feliz Navidad" sorgten für einen festlichen und besinnlichen Rahmen.

Kirchliche und Politische Spitzen zur Mittagszeit

Zur Mittagszeit von 12.00 bis 14.00 Uhr konnte Elmar Oberhauser Kardinal Erzbischof Dr. Christoph Schönborn, den Schirmherren der Aktion "Licht ins Dunkel", Bundespräsident Dr. Heinz Fischer sowie Vertreter aller vier parlamentarischen Parteien -Gesundheitsministerin Maria Rauch-Kallat von der ÖVP, Sozialminister Mag. Herbert Haupt von der FPÖ, SPÖ-Klubobmann, Parteivorsitzenden und Nationalratsabgeordneten Dr. Alfred Gusenbauer sowie Klubobfrau der Grünen und Landtagsabgeordnete Mag. Maria Vassilakou - begrüßen. Im Mittelpunkt des Mittagstalks standen die Themen Integration und Neue Armut.

Kardinal Christoph Schönborn erinnerte dabei auch an die Armut in Europa und an die Verpflichtung eines reichen Landes wie Österreich zur internationalen Solidarität und Hilfe. In Gedenken an den verstorbenen Kardinal Franz König, der die "Licht ins Dunkel"-Sendung am Heiligen Abend viele Jahre lang eröffnet hat, entzündete Schönborn heuer die Kerze im Studio und erinnerte daran, dass die herausragendste Botschaft seines Amtsvorgängers die der Hoffnung war.

Auch Bundespräsident Dr. Heinz Fischer unterstrich in seinen Worten, dass das Weihnachtsfest ein ganz besonderes sei, ein Fest des Friedens, der Familie und auch des Neubeginns, für das die Geburt Symbol sei. Er mahnte aber auch, dass die Wettbewerbsgesellschaft, in der wir leben, viele Vorteile habe - aber auch die Eigenschaft, dass einige Menschen dabei auf der Strecke bleiben. Im Hinblick auf seine "Licht ins Dunkel"-Patronanz meinte der Bundespräsident: "Die Aktion ist mir ein echtes Anliegen geworden, seit ich gesehen habe, dass durch ,Licht ins Dunkel’ wirklich in vielen Situationen und in den verschiedensten Bereichen wirksame Hilfe geleistet werden kann."

Konsens über gemeinsamen Kampf gegen Neue Armut

In der Politikerrunde mit Gesundheitsministerin Rauch-Kallat, Sozialminister Haupt, Nationalratsabgeordneten Gusenbauer und Landtagsabgeordneter Vassilakou herrschte Einigkeit darüber, dass die gemeinsamen Anstrengungen von Bund und Ländern für soziale Gerechtigkeit verstärkt werden müssen. 200.000 Menschen in Österreich leben derzeit unter der Armutsgrenze. Haupt: "Ich bin einer Initiative wie ,Licht ins Dunkel’ dankbar, denn sie komplettiert das soziale Netz in besonderen Härtefällen." Auch Gusenbauer unterstrich die doppelte Verantwortung : "Die Politik muss das soziale Netz garantieren, aber es besteht breiter Konsens über die Sinnhaftigkeit einer privaten Spendenaktion wie ,Licht ins Dunkel’. " Vassilakou:
"Wenn es darum geht, behinderten oder ärmeren Menschen in unserem Land zu helfen, so ist parteipolitischer Hickhack nicht angebracht." Rauch-Kallat unterstrich die Bedeutung des direkten, menschlichen Kontaktes und persönlicher Gespräche: ",Licht ins Dunkel’ am Heiligen Abend hilft auch vielen einsamen Menschen und zeigt, dass wir unsere benachteiligten Mitmenschen nicht vergessen haben."

Nicht Verpflichtung, sondern Anliegen

ORF-Generaldirektorin Dr. Monika Lindner über die Rolle des ORF bei "Licht ins Dunkel": "Es ist uns seit nunmehr 32 Jahren ein Anliegen, bedürftige Menschen zu unterstützen." "Licht ins Dunkel" als solches sei eine gewaltige Spende des ORF, der Sendezeit, Technik und Produktion aller "Licht ins Dunkel"-Sendungen übernimmt. Lindner:
"Auch stellen sich viele Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter bis in den späten Abend hier in den Dienst dieser Sendung - das ist keine Selbstverständlichkeit."

Christmas Show: "Weihnachten auf Gut Aiderbichl"

Die Schweizer Sängerin Francine Jordi und "Wenn die Musi spielt"-Moderator Arnulf Prasch luden ab 19.55 Uhr zu "Weihnachten auf Gut Aiderbichl" ein. Wie schon im Vorjahr öffnete das Gut seine Pforten für einen stimmungsvollen Weihnachtsabend im Rahmen von "Licht ins Dunkel". Das Gastgeberpaar führte durch ein festliches und buntes Programm mit viel Musik und prominenten Gästen und begrüßte dabei unter anderem Waltraud Haas, Eckart Witzigmann, Michael Aufhauser, Al Bano Carrisi, Hansi Hinterseer, die Kastelruther Spatzen, Udo Jürgens und Die Mayrhofner.

Gemütlicher Weihnachtsausklang mit Alfons Haider

Ab 22.00 Uhr meldete sich Alfons Haider aus der Spendenzentrale im ORF-Zentrum und ließ den Fernsehabend besinnlich und gemütlich ausklingen. Dabei wurde in Zuspielungen auch zu jenen geblickt, die an diesem besonderen Tag Dienst haben - etwa bei der Feuerwehr, im Spital oder bei den Wiener Linien. In Live-Telefonaten plauderte Alfons Haider mit diesen Menschen über den Verlauf ihres Weihnachtsabends. Darüber hinaus schaute Haider mit seinen Gästen auch über Österreichs Grenzen hinaus und sprach darüber, wie man etwa in der Schweiz, in London oder Jamaika das Weihnachtsfest begeht.

Jede Spende zählt doppelt: Unterstützung für die Schwachen und Zeichen gelebter Solidarität

Kurz vor 23.30 Uhr gaben "Licht ins Dunkel"-Geschäftsführerin Christine Tschürtz-Kny, Präsident KR Erik Hanke und "Licht ins Dunkel"-Leiter Jörg Ruminak das aktuelle Spendenresultat des Tages bekannt, das mit 5.577.674,00 Euro nur knapp unter dem Vorjahresergebnis (5.824.159,00 Euro) lag - und das, nachdem die Österreicherinnen und Österreichern in den Wochen zuvor bereits 5,6 Millionen Euro für die "Nachbar in Not - Österreich hilft Darfur"-Hilfsaktion gegeben haben. Tschürtz-Kny bedankte sich bei allen Spenderinnen und Spendern "für das Vertrauen, das uns abermals entgegengebracht wurde. Nur dank Ihrer Spende ist es möglich, im Sinne der Kontinuität, unsere begonnene Arbeit auch in Zukunft erfolgreich fortsetzen zu können."

Jörg Ruminak: "Geld ist wichtig und man wehrt sich sicher nicht dagegen - aber es geht auch um die Idee von ,Licht ins Dunkel’, die vor mehr als 30 Jahren geboren wurde. Wir sind ja mehr als eine Spendenmaschine. Und es geht nicht darum, Mitleid zu erwecken, sondern um Verständnis, Fairness und Nächstenliebe. In diesem Sinne zählt jede Spende doppelt, denn sie hat auch einen ideellen Wert, weil sie Ausdruck und Zeichen einer gelebten Solidarität in unserer Gesellschaft ist. Die Projekte, die ,Licht ins Dunkel’ unterstützt, sind solche, die unseren behinderten Mitmenschen Integration und ein weitestgehendes Leben in Selbstbestimmtheit vielfach erst möglich machen." Mit einem Gesamtspendenvolumen der Aktion von 13,1 Millionen Euro waren es im Vorjahr 405 Projekte, die gefördert werden konnten. Im Rahmen der "Licht ins Dunkel"-Soforthilfe wurde 3.359 Familien mit 8.313 Kindern geholfen.

Rückfragen & Kontakt:

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ORF - "Licht ins Dunkel"
Christine Kaiser
Tel: +43 (0) 664 / 627 80 70
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