Behinderte Menschen am Abstellgleis

Behinderten-Gleichstellungsgesetz wurde gestern wieder von der Ministerrats-Tagesordnung gestrichen.

Wien (OTS) - "Damit ist Österreich nun auch in diesem Bereich endgültig das Schlusslicht in der EU". Mit diesen Worten zieht Dr. Klaus Voget, Präsident des ÖZIV, enttäuscht Bilanz ob der letzten Nichttaten der österreichischen Bundesregierung.

Es ist ja schon blamabel genug, dass es im Europäischen Jahr der Menschen mit Behinderung nicht möglich war, dieses schon so lange diskutierte und angeblich von allen gewünschte Gesetz durchzubringen. Trotz aller guter Vorsätze, die auch im Regierungsprogramm schriftlich niedergelegt sind, hat auch ein weiteres Jahr nicht gereicht, das Gesetz Realität werden zu lassen.

Auch der Vierparteien-Entschließungsantrag, den es zur Umsetzung dieses Gesetzes gibt, hat nicht zu konkreten Taten geführt. "Offensichtlich ist es wirklich so, dass sich zwar alle politischen Vertreter gerne das Mäntelchen des großen Herzens und Verständnisses umhängen, aber sobald es darum geht, konkrete Schritte zu setzen, sind die Anliegen der behinderten Menschen nicht wirklich wichtig. Langsam bekomme ich den Eindruck, dass es gar kein

Interesse an einer wirklichen Gleichstellung gibt. Almosenempfänger und Bittsteller sind aber auch viel leichter zu führen als gleichberechtigte Bürger", so Dr. Voget abschließend.

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