Miedl: Unfallforschungsstelle in Österreich notwendig

Unfallbilanz 2004 ist Auftrag, eingeschlagenen Weg konsequent weiter zu gehen

Wien, 22. Dezember 2004 (ÖVP-PD) "Die Unfallsbilanz 2004 lässt vorsichtig eine positive Tendenz erkennen. Sie zeigt aber auch,
dass wir den eingeschlagenen Weg mit aller Konsequenz weitergehen müssen", so ÖVP-Verkehrssprecher Abg.z.NR Werner Miedl heute, Mittwoch. Eine wichtige Maßnahme zur Steigerung der Sicherheit im Straßenverkehr sei die mit der Exekutivreform erfolgte Zusammenlegung von Polizei und Gendarmerie. "Damit haben wir nun eine einheitliche Exekutive sowie eine Verkehrsabteilung pro Bundesland", so Miedl. ****

Eine große Hauptforderung sieht der ÖVP-Verkehrssprecher im Fehlen einer Unfallforschung in Österreich. "Österreich hat keine Unfallforschung. Um weiter zu kommen, müssen wir aber das Verhalten der Verkehrsteilnehmer bei Unfällen analysieren", so Miedl. "Es ist mir ein großes Anliegen, eine Unfallforschungsstelle einzurichten, die von den klügsten Köpfen getragen wird." Dabei seien vor allem die Wissenschaft, Praktiker sowie Verkehrsteilnehmern gefragt. Ergebnisse sollen dann in Gesetze einfließen, die Unfälle vermeiden helfen. Im kommenden Jahr möchte Miedl noch weitere Bereiche zur Steigerung der Sicherheit diskutieren, beispielsweise das Fahren
mit Licht am Tag, verpflichtendes Mitführen von Feuerlöschern bei neuen Fahrzeugen sowie verstärkt "Tempo 30/50 in Städten" - nicht nur der Umwelt, sondern auch der Sicherheit zuliebe.

Miedl forderte auch, künftig verstärkt auf Fußgänger zu achten. "Die motorisierten Verkehrsteilnehmer müssen sensibilisiert werden, aber auch die Fußgänger können durch das Tragen von heller Kleidung etc. einen Beitrag leisten." Abschließend plädierte Miedl auch für "null Toleranz bei Alkohol und Drogen." Ein trauriges Beispiel habe es vor wenigen Tagen in Judenburg gegeben: Ein erwiesenermaßen alkoholisierter PKW-Lenker hat einen Moped-Fahrer niedergeführt, dieser verstarb, dem Unfalllenker wurde der Führerschein nicht abgenommen. "Dieser Fahrer ist sofort aus dem Verkehr zu ziehen." Miedl werde sich für eine Gesetzesänderung einsetzen und sei bereits an Infrastrukturminister Gorbach herangetreten.

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