Weizer VA-Tech-Betriebsräte kontern LtgAbg. Erwin Gruber

Noch keine Lösung bei etwaiger Übernahme durch Siemens

Wien (OTS) - Graz/Wien (Arge-ÖIAG). Der steirische Landtags-Abgeordnete Erwin Gruber (ÖVP) verwies in seiner Rede zum Budget, dass sich die ArbeitnehmerInnen in Weiz keine Sorge um ihre Arbeitsplätze machen müssen und sich sogar Reformen wünschen. Zentral-Betriebsratsvorsitzender (ZBRV) Siegfried Tromaier und Betriebsratsvorsitzender (BRV) Johann Kreimer von der VA TECH HYDRO/Elin widersprechen.++++

"Hier ist anzumerken, dass für die VA TECH HYDRO/Elin mit 1.187 Beschäftigten in Weiz noch keine Lösung bei einer etwaigen Übernahme durch Siemens gegeben ist und somit sehr wohl Arbeitsplätze massivst gefährdet sind", so Tromaier und Kreimer.

Bezüglich Reformen weisen sie darauf hin, dass laufend Effizienzsteigerungs-Programme und Kosten-Nutzungs-Senkungsprogramme auf der Tagesordnung stehen.

Weiters sprach Gruber davon, dass vor 15 Jahren unter einem roten Kanzler von 3.300 Beschäftigten auf 1.800 abgewirtschaftet wurde. Tromaier und Kreimer: "Hier wäre anzumerken, dass diese Zahl einfach falsch ist, denn vor 15 Jahren waren in Weiz bei den ELIN-Firmen 1.586 DienstnehmerInnen beschäftigt und nicht 3.300. Heute sind nicht 1.800 Dienstnehmer beschäftigt, sondern 2.122. Anzumerken ist auch noch, dass es hier um Industriearbeitsplätze geht, welche drei weitere Arbeitsplätze in der Region und Bezirk Weiz sichern. Daher stehen tatsächlich 8.488 Arbeitsplätze auf dem Spiel.

Gruber sprach weiters von einer Angst der ArbeitnehmerInnen-Vertreter sowie der Gewerkschaft, dass sie einen gewissen Machtverlust erleiden könnten.

Tromaier und Kreimer weisen darauf hin, dass bei der letzten Betriebsratswahl der VA TECH HYDRO/Elin die FSG-Liste 95,21 Prozent und bei der ELIN Transformatoren-Betriebsratswahl 95,6 Prozent eine überwältigende Zustimmung zuteil wurde. Da könne wohl von keinem Machtverlust gesprochen werden.

Tromaier und Kreimer stellen fest, dass nicht die Politik, sondern die Betriebsräte und die Gewerkschaften sowie die Arbeiterkammer sich für die Beschäftigten einsetzen, um eine Invalidenpension oder Unterstützung bei Todes- oder Unfallfolgen zu erwirken.

Gruber redete auch davon, dass bei einer "Nachtaktion Herr Gusenbauer in Weiz war".

Tromaier und Kreimer: "Herr Gusenbauer war wenigstens in Weiz und hat sich von allen ELIN-Firmen und deren Betriebsräten ihre Sorgen und Ängste angehört und versucht, hier aktiv den Entscheidungsprozess mitzugestalten."

Tromaier und Kreimer weisen noch darauf hin, dass sich Bundesminister für Wirtschaft und Arbeit Herr Bartenstein für einen Betriebsbesuch angesagt hat, aber "in einer Nacht- und Nebelaktion diesen auch wieder ohne ersichtlichen Grund absagte.
Wenn man schon von Offenheit und Ehrlichkeit in der Politik spricht -wie Gruber dies in seiner Rede erwähnte - dann soll er sich dies auch zu Herzen nehmen".

Wien, 22. Dezember 2004

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Betriebsratsvorsitzender (BRV) Johann Kreimer
VA TECH ELIN Transformatoren Weiz
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