ARBÖ: Autokosten sind um ein Drittel stärker gestiegen als allgemeine Teuerung

Autokosten stiegen um drei Prozent, allgemeine Jahresinflation lag bei zwei Prozent

Wien (OTS) - In den ersten elf Monaten des zu Ende gehenden Jahres sind die Autokosten um ein Drittel stärker gestiegen als die allgemeinen Verbraucherpreise, hat der ARBÖ anhand der Zahlen der Statistik Austria errechnet. Zwischen Jänner und November mussten die Autofahrer einen Kostenschub von knapp drei Prozent verkraften, während die allgemeine Jahresinflation zwei Prozent ausmachte. Der ARBÖ bekräftigt seine Forderung nach einem längst fälligen Anpassung des Kilometergeldes, das seit siebeneinhalb Jahren eingefroren ist und nach einer weiteren Erhöhung der Pendlerpauschale um 15 Prozent.

Zwischen Juni 1997, als das Kilometergeld eingefroren wurde, und November 2004 sind die Autokosten um 17,8 Prozent gestiegen. "Wer sein Auto beruflich braucht und nutzt, zahlt drauf", kritisiert ARBÖ-Generalsekretär Dr. Rudolf Hellar und bekräftigt anhand dieser Kostenentwicklung die Forderung des ARBÖ, das Kilometergeld mindestens um 4,5 Cent auf 40,5 Cent zu erhöhen.

Empfindlich verteuert haben sich im Laufe des Jahres nicht nur die Treibstoffe, sondern fast alle Kosten rund ums Auto: die Preise für Reparaturen, Ersatzteile, Parken, Autowäsche und Versicherungen.

Allein im Monat November zogen die Autokosten um 4,9 Prozent an, während die allgemeine Teuerungsrate 2,6 Prozent ausmachte. Damit machten die Autokosten den größten Sprung seit dreieinhalb Jahren. Überdurchschnittlich verteuert haben sie seit November 2003 die Treibstoffe (+26,5 Prozent Diesel, +14,7 Prozent Normalbenzin, +13,7 Prozent Eurosuper) aber auch die Preise fürs Parkpickerl, die um stolze 20,2 Prozent angezogen sind. Viel teurer wurden seit dem Vorjahresmonat die Parkgaragen (+6,9 Prozent) und die Wagenwäsche (+6,4 Prozent). Viel tiefer in die Geldtasche greifen mussten die Autofahrer auch für die Versicherungen (+5 Prozent Haftpflichtversicherung, +5,2 Prozent Teilkasko, +6,8 Motorradhaftpflichtversicherung).

Teurer wurden im November auch die Ersatzteile und diverse Reparaturen. So zogen die Preise für Scheibenwischer um +7,7 Prozent, Zündkerzen um 6,2 Prozent und Autobatterien +5,1 Prozent an. Viel teurer wurden die Arbeitszeiten zur Reparatur von Scheinwerfern (+5,5 Prozent) und Windschutzscheiben (+4,7 Prozent)

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