Medikamente in Osteuropa gemessen an der Kaufkraft deutlich teurer

Bevölkerung in Osteuropa zahlt für Medikamente mehr als doppelt so viel wie die Bevölkerung in Österreich - Österreichische Medikamentenpreise unter dem EU-Durchschnitt

Wien (OTS) - Die Bevölkerung in den neuen Mitgliedstaaten der EU, Ungarn, Tschechien und Slowakei zahlt - gemessen an ihrer Kaufkraft - für Medikamente erheblich mehr als die Österreicher. Das durchschnittliche Einkommen pro Einwohner in unseren östlichen Nachbarländern beträgt laut dem Europäischen Statistischen Zentralamt (EUROSTAT) lediglich 20 Prozent des Einkommens der Österreicher. Die Arzneimittelpreise, die einer Erhebung des Verbrauchermagazins "Konsument" zufolge um ein Drittel bis drei Viertel billiger sind als in Österreich, sind damit für die dortige Bevölkerung mehr als doppelt so teuer.

Arzneimittelpreise sind wie alle anderen Produkte im Verhältnis zur Kaufkraft eines Landes zu sehen. Das durchschnittliche Jahreseinkommen eines Österreichers beträgt brutto 29.000 EUR, während unsere tschechischen und ungarischen Nachbarn auf ein Durchschnittsjahreseinkommen von 6000 EUR brutto kommen und die Slowaken im Jahresdurchschnitt nur 4000 EUR verdienen.

Vergleicht man Österreich mit anderen westeuropäischen Ländern, in denen die Kaufkraft vergleichbar hoch ist, ergibt sich folgendes Bild: Die Medikamentenpreise in Österreich liegen mit 12 Euro pro Packung deutlich unter dem EU-Durchschnitt. Der Vergleich von Medikamentenpreisen in Österreich und Osteuropa, den der "Konsument" in seiner Jännerausgabe durchgeführt hat, ist gemessen an der Kaufkraft wenig aussagekräftig. Zudem unterliegen Arzneimittel in Tschechien und Ungarn einer Mehrwertsteuer von nur 5 Prozent, während Arzneimittel in Österreich mit 20 Prozent besteuert werden.

Das Magazin Konsument vergleicht dreizehn Medikamente und ein Kosmetikprodukt in Österreich und Osteuropa. Dabei wurden Präparate in unterschiedlichen Packungsgrößen verglichen und auf in Österreich gebräuchliche Packungen umgerechnet. Diese Methode ist statistisch unkorrekt und verfälscht darüber hinaus das Ergebnis.

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