Grüne/Drogenberatungsstelle Change: "Angebot der Drogenhilfe nicht verringern, sondern ausbauen."

Jerusalem: "Fonds Soziales Wien soll Change-Nachfolgeeinrichtung errichten."

Wien (Grüne) - Die angekündigte Schließung der Drogenberatungsstelle Change ist, so die Grüne Gemeinderätin Susanne Jerusalem, "alarmierend". "Ich befürchte, dass jene KlientInnen, die im Change in den Genuss einer leistbaren Psychotherapie kommen, ohne straffällig geworden zu sein, ab Sommer auf der Straße stehen werden" so Jerusalem, "denn Ersatzeinrichtungen, die Psychotherapie anbieten, gibt es nicht. Privat sei die Psychotherapie für die KlientInnen viel zu teuer".

Nach Meinung der Grünen kann es sich Wien nicht leisten, das Angebot der Drogenhilfe zu verringern, vielmehr muss ein Ausbau überlegt werden. Es gibt seit Jahren zu wenig Krankenkassenverträge für TherapeutInnen. Das hat zur Folge, dass viele kranke Menschen ohne entsprechende Behandlung bleiben. Gemeinderätin Jerusalem fordert, dass der Fonds Soziales Wien tätig wird und eine Change-Nachfolgeeinrichtung errichte: "Wer süchtig ist, hat genauso ein Recht auf die bestmögliche Behandlung wie jeder andere Kranke auch".

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