LR Rein fordert von ÖBB mehr Qualität im Regionalverkehr

Demnächst Treffen mit Vorstandsdirektor Wehinger

Bregenz (VLK) - Für Verkehrslandesrat Manfred Rein ist es unannehmbar, dass das Land hohe finanzielle Beiträge für zusätzliche Züge leisten soll, wenn die Bahn gleichzeitig die Qualität des bisherigen Angebotes verschlechtert. Er fordert die ÖBB auf, die zum Fahrplanwechsel erfolgten Komfortverschlechterungen rückgängig zu machen und endlich für die vom Land schon lange geforderten Qualitätsverbesserungen zu sorgen. Dazu gehört vor allem die Ausweitung des Sitzplatzangebotes bei zwei stark frequentierten Eilzügen im Frühverkehr nach Bregenz (Bludenz ab 6.51 und 7.29 Uhr).

Der jüngste Fahrplanwechsel hat im Regionalverkehr in ein paar wichtigen Bereichen Verschlechterungen gebracht. So haben die ÖBB in der ersten Woche bei einigen Zügen völlig veraltete Wagen eingesetzt, ein für Pendler und Schüler wichtiger Regionalzug nach Bregenz war mit halbiertem Sitzplatzangebot unterwegs. Es kam immer wieder zu Verspätungen, hunderte Fahrgäste haben dadurch ihre Anschlüsse verloren. Die in der ersten Woche eingesetzten Uralt-Wagen wurden zwischenzeitlich wieder abgezogen, ein paar andere Probleme sind aber geblieben. Für breite Verärgerung sorgt nach wie vor, dass bei mehreren Eilzügen die bisherigen City-Shuttle-Wagen gegen Triebwagen mit unruhigerem Lauf und weniger Komfort ausgetauscht wurden.

Dabei sollte der Fahrplanwechsel im Regionalverkehr deutliche Verbesserungen bringen. Das Land hat zusätzliche Regionalzüge bestellt, mit denen jetzt auf der Hauptstrecke zwischen Bregenz und Bludenz vom frühen Morgen bis nach 19.00 Uhr durchgehend halbstündliche Verbindungen bestehen. Auch auf der Strecke nach St. Margrethen wurde das Angebot ergänzt, dort fahren am Abend zwei zusätzliche Zugpaare. Und zwei neue Eilzüge von Bregenz nach Bludenz (Abfahrt 6.35 und 15.10 Uhr) ergänzen zu nachfragestarken Tageszeiten das Angebot in Richtung Oberland.

Das Land leistet nicht nur für zusätzliche Züge Finanzierungsbeiträge, sondern beteiligt sich auch an den Kosten der laufenden Bahnhofsausbauten. Nach Feldkirch soll der Bahnhof Dornbirn um- und ausgebaut werden, der Vertrag mit dem Bund und der Stadt wird in diesen Tagen unterschreiben. Dieser hohe Einsatz finanzieller Mittel erfolgt mit dem Ziel, zusätzliche Fahrgäste für den öffentlichen Verkehr zu gewinnen. "Er ist nur dann vertretbar und wird auch nur mit jenen Verkehrsunternehmen eine Fortsetzung finden, die dazu ihren Beitrag leisten", stellt Landesrat Rein an die Adresse der ÖBB klar.

Kurz nach den Weihnachtsfeiertagen wird sich Rein mit dem neuen ÖBB-Vorstandsdirektor Stefan Wehinger treffen. Wehinger ist Vorarlberger und war Geschäftsführer bei der Montafonerbahn. Für Landesrat Rein sind die berechtigten Forderungen nach kurzfristigen Qualitätsverbesserungen für Pendler und Schüler das wichtigste Thema dieser Aussprache.

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