Grünewald: Statt Meilensteine weitere Kahlschläge in der Forschungspolitik

Vielfalt und Freiheit der Wissenschaften sind gefährdet

Wien (OTS) Immer wieder brüstet sich die Bundesregierung mit dem Institut für Molekulare Biotechnologie und der Gründung weiterer Akademieinstitute wie das Gregor Mendel Institut für molekulare Pflanzenbiologie und das Forschungszentrum für Molekulare Medizin. "Wenn nun die Akademie der Wissenschaften (ÖAW) aufgrund eines Fehlbetrages von 22 Millionen Euro aber nicht einmal das Budget für 2005 beschließen kann, so ruft die Bundesregierung und einzelne ihrer bestellten Funktionäre aus dem Bereich der Forschungsförderung 'Misswirtschaft'. Ich nenne das Kindesweglegung und Doppelzüngigkeit", kritisiert der Wissenschaftssprecher der Grünen, Kurt Grünewald.

Wie an den Medizinischen Universitäten müssen nun auch an der ÖAW Einstellungsstopps und andere restriktive personalwirksame Maßnahmen gesetzt werden, um Schlimmeres zu verhindern. "Leistungs- und Zielvereinbarungen werden so zur Farce, wenn Renommierprojekte der Bundesregierung die Vielfalt und Freiheit der Wissenschaften und die Förderung des wissenschaftlichen Nachwuchses gefährden", betont Grünewald, der der Bundesregierung hier mangelnde Ehrlichkeit vorwirft. "Wenn nur mehr jene gefördert werden, die sich stumm den Regierungsplänen unterwerfen, ist dies eine nicht hinnehmbare Ungeheuerlichkeit, der sich die gesamte 'Scientific-Community' entgegenstellen sollte", schließt Grünewald.

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